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MI | 21.03 | 17:47
9. Juli 2005 Dr. Ruediger Dahlke: Naomi, unser Kind mit Down-Syndrom

Mongoloide Kinder werden heute immer seltener zur Welt gebracht. Wird mit Hilfe der pränatalen Diagnostik in der Schwangerschaft ein Down-Syndrom (Trisomie 21) festgestellt, dann kommt es in den meisten Fällen zur Abtreibung. Ruediger Dahlke und seine Frau Margit haben sich vor 14 Jahren ganz bewusst entschieden, ihre mongoloide Tochter zur Welt zu bringen und ins Leben zu begleiten.
In dieser Focus-Sendung erzählt Ruediger Dahlke aus der Sicht des Vaters, wie Naomi sein Leben verändert und bereichert hat. Wenn man den Widerstand gegen die Behinderung und die damit verbundenen Anstrengungen, besondere Menschen „normal“ zu machen, aufgibt, dann erlebt man Freude und viel Überraschungen. So hat Naomi Qualitäten, die heute häufig fehlen: Sie ist grundehrlich, lässt sich nicht bestechen, nicht manipulieren, lebt voll im Augenblick, hat eine verblüffende Menschenkenntnis und eine andere (emotionale) Intelligenz. Ruediger Dahlke berichtet, dass Naomi eine ganz spezielle „Paartherapie“ und auch eine „Festhalte-Therapie“ entwickelt hat.

Sein Fazit: „Down-Kinder bringen - wenn man sie lässt - viel Freude ins Leben, viel Heiterkeit, ganz viel Emotionen, Echtheit, Spontaneität, Langsamkeit, Leben im Hier und Jetzt“.
Dr. med. Ruediger Dahlke ist Arzt und Psychotherapeut, Autor zahlreicher Bücher zur Deutung und Bedeutung von Krankheiten. Zusammen mit seiner Frau Margit leitet er das Heil-Kunde-Zentrum Johanniskirchen.