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MI | 21.03 | 17:47
31. Juli 2010 Inge Patsch: "Humor - das Trotzdem der Lebenskraft"

"Humor - das Trotzdem der Lebenskraft"
"Humor als Trotzdem der Lebenskraft wächst genau dort, wo wir die Perfektion vergessen und vor allem, wenn wir vergessen, dass wir siegen sollten, umreißt Inge Patsch die Bedeutung des Humors für`s Seelenleben. Wir hätten wieder Hoffnung, wenn wir aufhören könnten zu siegen. Dann werde durch den Humor menschliche Wärme spürbar, die Bewältigung von Missgeschicken gelinge leichter, weil man gemeinsam darüber lachen könne, erläutert Inge Patsch den Stellenwert des Humors.

Die Logotherapeutin Inge Patsch orientiert sich an ihrem Lehrer Viktor Frankl, der sagt: "Wir verzweifeln nicht am Leben, sondern an den Vorstellungen, die wir vom Leben haben".

Differenzieren zwischen Verstand und Gefühl
stärkt gute Laune und Zufriedenheit

Verstand und Gefühl sind die beiden Bewertungssysteme: beide sind bei uns Menschen nicht zu gleichen Teilen aufgeteilt;
die Differenzierung zwischen Selbst-und Fremdwahrnehmung stärkt unser Selbstvertrauen und macht uns bewusst, dass es außer uns noch viele einmalige und einzigartige Menschen gibt.
Hoffnung als Mutter des Humors
Inge Patsch verweist bei ihrer Betrachtung über den Humor auf die alten Märchen: " die alten Märchen haben mit dem Humor etwas gemeinsam: sie gehen gut aus", ergänzt Inge Patsch.
Die Mutter des Humors ist die Hoffnung, weil die Hoffnung nicht die Sicherheit in sich birgt, dass etwas gut ausgeht, sondern dass etwas gut ist, egal wie`s ausgeht.
Mensch und Maschine
Zur Klarlegung beruft sich Inge Patsch auf ihren Lehrer Viktor Frankl, für den die Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine wichtig war. Der Mensch sei eben keine Maschine und er funktioniere nicht wie sie.Diese Erkenntnis stärke unseren Mut zur Unvollkommenheit und dadurch zur Lebendigkeit.

Viktor Frankl wird in diesem Zusammenhang mit dem Satz zitiert:"Je genormter eine Maschine ist, umso besser sie funktioniert, umso besser ist die Maschine. Je genormter ein Mensch ist, umso mehr verfehlt er seine Bestimmung."
Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein sicheres Signal, dass ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt, umschreibt Inge Patsch die gedanken Viktor Frankls.
Die "Trotzdem-Menschen"
Bewunderung und Staunen lösen Menschen aus, die die Fragen des Lebens bewältigen. Sie halten sich oft nicht an die Normen. Wenn Menschen zu sehr versuchen die ihnen aufgetragenen Normen zu erfüllen, verlieren sie die Phantasie, Kreativität und den Humor und die Lebensfreude.

" Ich kann nicht glauben wollen, ich kann nicht lieben wollen, ich nicht hoffen wollen, ich kann nicht wollen wollen.", wird Viktor Frankl zitiert.

Niemand kann WOLLEN: wir tun und arbeiten nicht nur " um zu ": um dazuzugehören, um Anerkennung zu erhalten : nur weil es uns nützlich erscheint. Wir sollten doch auch etwas machen, weil es uns Freude macht und weil man sich gerne engagiert für eine gute Sache, sagt die Logotherapeutin Inge Patsch.

Der Humor wäre der liebevolle Ausdruck des Miteinanders. „Er macht die Unzulänglichkeiten des Lebens manchmal zulänglicher: den Schaden leichter und den Schmerz erträglicher. Nur die Überheblichkeit macht er lächerlich- die lacht er aus. Der Humor als Waffe im Kampf zur Selbsterhaltung“, schließt Inge Patsch.

Literaturhinweise
Inge Patsch :
"Die Humorstrategie": Co-Autor: Michael Titze
"Humor trotz(t) Schmerzen"

Musik
Mnozil Brass Wenn der Kaiser grooved
Killing me softly
Tom & Jerry(Vielen Dank für die Blumen)
Pippi Langstrumpf

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Mnozil Brass, Solist Hans Gansch

Almrausch - Monzil Brass
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