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Bei Polizeierhebungen |
29.12.2006 |
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Schweres Zugsunglück bei Lochau
Am Freitagvormittag wurden in der Nähe von Lochau drei Personen von einem Eurocity-Zug erfasst und getötet. Die Opfer sind eine junge Polizistin, ein 63-jähriger Polizist und ein Leichenbestatter.
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Erhebungen nach Unfall oder Suizid
Die Polizeibeamten und zwei Leichenbestatter untersuchten gegen 10.00 Uhr auf der Gleisanlage zwischen Lochau und Bregenz einen Unfall oder Suizid, der sich schon in der Nacht zuvor ereignet hatte.
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Zug nicht bemerkt
Sie übersahen dabei einen herannahenden Schweizer Eurocity-Zug, der von München nach Zürich unterwegs war. Der Zug erfasste die 32-jährige Polizistin, den 63-jährigen Polizisten und einen 47-jährigen Leichenbestatter. Alle drei wurden getötet.
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Lokalaugenschein
 Bis zum frühen Nachmittag befand sich der Zug noch an der Unglücksstelle, die Bahnreisenden mussten in den Waggons warten, bis die Ermittlungen abgeschlossen waren.
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Unfall oder Suizid schon in der Nacht
Der Unfall oder Suizid hatte schon in der Nacht auf Freitag stattgefunden. Ein Lokführer, der während der Fahrt von Bregenz nach Lindau auf Höhe Lochau einen dumpfen Knall verspürt hatte, meldete den möglichen Unfall am Bahnhof Lindau, erklärten der Vorarlberger ÖBB-Regionalleiter Gerhard Mayer und Sicherheitsdirektor Elmar Marent im Rahmen einer Pressekonferenz.
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 Polizistin Herlinde Kempf |
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Zwei Einsätze
Im Morgengrauen rückte erstmals die Polizei aus, um den Gleiskörper abzusuchen - fand jedoch nichts. Als dann aber am Morgen Blutspuren an der Lok festgestellt wurden und zudem ein Jogger menschliche Überreste bei der Unglücksstelle bemerkt hatte, wurde die Polizei erneut zum Einsatz gerufen.
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 Polizist German Baldauf |
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Ein Polizist war kurz vor der Pensionierung
Eine 32-jährige Polizistin und ein kurz vor der Pensionierung stehender 63-jähriger Polizeibeamter aus Lochau rückten aus und fanden schließlich den Unfallort.
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 Bestatter Manfred Petschenig |
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Auch Bestatter wird vom Zug überrollt
Mit ihnen befanden sich gegen 10.00 Uhr auch zwei Bestatter und ein weiterer Polizist vor Ort. Auch der 47-jährige Bestatter Manfred Petschenig starb an der Unfallstelle.
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Ein bisher nicht identifizierter junger Mann ließ ebenfalls an derselben Stelle das Leben, allerdings schon in der Nacht zuvor - entweder durch Unfall oder durch Suizid.
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Reisende mussten drei Stunden ausharren
Die Unfallstelle wurde mit Sichtschutz abgeschottet, die geschockten Beteiligten wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. Die Reisenden mussten aus Sicherheitsgründen drei Stunden im stehenden Zug ausharren, dann wurde der Zug mit der beschädigten Lok zum Bahnhof nach Bregenz geschleppt.
Die Bahnstrecke zwischen Bregenz und Lochau war bis 16.00 Uhr gesperrt. Es wurde vorübergehend ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
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vorarlberg.ORF.at; 29.12.06
Nach dem Zugsunglück bei Lochau wird mit Hochdruck nach der Ursache gesucht. Beamte des Landeskriminalamtes haben die Spuren aufgenommen und gesichert. Die Strecke war für rund sechs Stunden gesperrt.
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