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Eingefroren |
06.04.2007 |
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Stammzellen aus der Nabelschnur
Mehr als 5.000 Eltern haben das Nabelschnur-Blut ihres Kindes in einem Zentrum in Graz einfrieren lassen. Aus Vorarlberg waren es bisher rund 250. Aus dem Blut werden Stammzellen gewonnen, die bei schweren Krankheiten helfen sollen.
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Früher achtlos entsorgt
Früher sind Nachgeburt und Nabelschnur achtlos im Krankenhausmüll entsorgt worden. Mittlerweile gilt die Nabelschnur aber zum Teil als wertvoller Rohstoff. Nach Angaben des Stammzellenzentrums EccoCell in Graz können damit beispielsweise schwere Krankheiten wie Krebs oder Leukämie bekämpft werden, in Zukunft vielleicht auch Multiple Sklerose, Diabetes oder Alzheimer.
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Wie es funktioniert
Kurz nach der Geburt eines Kindes wird das Blut aus der Nabelschnur entnommen. Im Stammzellenzentrum EccoCell in Graz beispielsweise gewinnt man aus dem Blut die Stammzellen und friert sie bei minus 196 Grad Celsius ein - bis zu jenem Zeitpunkt, zu dem der Spender sie benötigt. Derzeit lagern in Graz nach Angaben des Zentrums Stammzellen von rund 250 Vorarlberger Kindern, die Nachfrage steige.
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Nicht unumstritten
Unumstritten ist die Methode allerdings nicht. Während einerseits von Erfolgen vor allem bei Leukämie gesprochen wird, gelten die Nutzungsmöglichkeiten für Nabelschnur -Stammzellen andererseits als begrenzt. Wann damit beispielsweise Rheuma oder Multiple Sklerose geheilt werden könne, sei heute unklar, heißt es.
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Vor der Geburt bestellen
Die Abnahme, das Aufbereiten und Lagern der Stammzellen für fünf Jahre kostet beispielsweise bei EccoCell 1.750 Euro. Alle weiteren fünf Jahre Lagerung kosten 170 Euro. Werdende Mütter können ein Abnahmeset vor der Geburt des Kindes in einer Apotheke bestellen, während der Geburt nimmt der Arzt dann das Blut aus der Nabelschnur. Nach Angaben des Grazer Stammzellenzentrums kann das in allen österreichischen Krankenhäusern gemacht werden.
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LKH Bregenz |
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Concin: "Nabelschnurblutbank einrichten"
"Die Chance hat man nur ein Mal im Leben", sagt Primar Hans Concin vom Landeskrankenhaus Bregenz. Nur kurz nach der Geburt sei es möglich, das Blut aus der Nabelschnur zu gewinnen. Die Stammzellen seien äußerst wertvoll, sagt Concin. Das Problem sei derzeit aber, dass sie später nur dem jeweiligen Spender zur Verfügung stehen. Hier seien neue Ansätze nötig. So fordert Concin eine Blutbank mit Nabelschnurblut, die der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung stehe.
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LKH Feldkirch |
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Schwärzler: "Unglaubliche Möglichkeiten"
"In der Stammzellen-Medizin stecken unglaubliche Möglichkeiten", sagt auch Primar Peter Schwärzler vom Landeskrankenhaus Feldkirch. In den USA sei es gelungen, einige leukämiekranke Kinder mit ihren eigenen Zellen zu heilen. Daher sei es nur fair, werdende Eltern über diese Möglichkeit zu informieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Stammzellen dann aber wirklich gebraucht werden, sei derzeit noch gering, so Schwärzler, bisher handele es sich um Einzelfälle.
Die Medizin entwickle sich in diesem Bereich aber enorm schnell, sagt Schwärzler. Bald sei es vielleicht möglich, Stammzellen von Erwachsenen zu gewinnen. Das würde bedeuten, dass man jene aus dem Nabelschnurblut nicht mehr brauche. Ein Risiko sei es aber sicher nicht, die Stammzellen einzufrieren, es sei lediglich eine Frage der Kosten, so Schwärzler.
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