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MO | 13.02.2012
Kitzibachtobel Lech (Bild: K.Lins)
Auseinandersetzung um Skilifterweiterungen im Bereich Kitzibachtobel in Lech.
Skigebiet Lech
Antrag für kleinere Variante im Herbst
Die geplanten Skigebietserweiterungen in Lech im Bereich Kitzibachtobel sorgen für Diskussionen. Nach einem Proteststurm von Naturschützern wird im Herbst der Antrag für eine kleinere Variante neu eingebracht.
Derzeit kein gültiger Antrag
Die Betreiber der Skigebieterweiterung in Lech legen Wert auf die Feststellung, dass derzeit kein gültiger Antrag vorliege.

Den ursprünglichen Antrag habe man zurückgezogen, "weil man verstanden hat, dass hier der Flächenverbrauch zu groß wäre", sagte Seilbahnchef Michael Manhart am Montag in "Vorarlberg heute". Man arbeite nun an Alternativen, um das Gleiche zu erreichen, jedoch mit weniger Finanz- und Landschaftsbelastung.

Bis zum Herbst wollen die Verantwortlichen mit Geologen die Gegebenheiten im Bereich Kitzibachtobel und Geißbühelalpe prüfen, um dann erneut einen Antrag auf Erweiterung einzubringen.
"Folgewirkungen sind fatal"
Der Vorsitzende des Naturschutzrates Georg Grabherr hat grundlegende Bedenken gegen das Projekt. Der große Sündenfall sei mit der Errichtung des Auenfeldliftes in Warth passiert, sagt Grabherr. Beim Projekt Kitzbachtobel sieht er die gravierenden Probleme in den Folgewirkungen:

"Das ist praktisch unerschlossener Zwischenraum zwischen Auenfeld und Lech. Und da stellt sich die Frage, ob man den Erhalt dieses Raumes will oder nicht. Natürlich geht die Meinung eines Naturschutzrates eher in Richtung erhalten, das ist klar", sagt Grabherr.
Naturschutzrat empfiehlt Nachdenkpause
Grabherr empfiehlt dem Land und den Lechern eine Nachdenkpause, was die Skilifterweiterungen betrifft. Man müsse, überlegen, wie viele Erschließungen es noch geben soll, denn im Hintergrund des aktuellen Projektes stehe die Verbindung mit Warth, gibt Grabherr zu bedenken.
Größere Chancen als die Silvretta-Arena
Insgesamt sieht der Naturschutzrat aber für das Liftprojekt in Lech größere Chancen als für die Silvretta-Arena auf der Bielerhöhe:

"Ich würde sagen, dass die Arena einen viel stärkeren Eingriff darstellt. Dabei muss man ja nicht nur die Arena selbst sehen, sondern die ganze Peripherie, die Zufahrtsstraßen, die Baulichkeiten. Und wenn man sich das selbst anschaut, sieht man, dass so eine Arena wirklich ein massiver Eingriff wäre", sagt Grabherr.
Tourismuslandesrat Manfred Rein:
Zusammenschluss Lech-Warth nicht aktuell
Tourismuslandesrat Manfred Rein (ÖVP) gibt einem Zusammenschluss zwischen Lech und Warth keine Chance. "Die Frage ist, wie passt das Projekt in die Landschaft, (...) hier sehe ich nicht, dass jetzt plötzlich die Verbindung Lecht-Warth kommt", so Rein. Da werde das Land schon noch mitreden, "wir sind gesprächsbereicht, aber es ist noch zu früh".
Umweltlandesrat Erich Schwärzler:
Auf jeden Fall Umweltverträglichkeitsprüfung
Umweltlandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) empfiehlt den Liftbetreibern, zukünftig bei jedem Projekt freiwillig eine Umweltverträglichkeitsprüfung machen zu lassen. Egal ob dies gesetzlich erforderlich sei oder nicht.
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