Sanierung der Ruine Alt-Ems schreitet voran Die dritte Etappe zur Sanierung der Ruine Alt-Ems ist nahezu abgeschlossen. Die Westmauer zwischen Burgtor und der einstmaligen Zugbrücke wurde stilgerecht wieder hergestellt.
Mittelalterlichen Baustil nachbilden Im Gegensatz zu Restaurierungen früherer Jahrzehnte legt der Verkehrsverein Hohenems besonderen Wert darauf, den Baustil des Mittelalters fachgerecht nachzubilden.
In Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck wird der touristische Nutzen der Burgruine erhoben. Weitere Sanierungsschritte sind in den nächsten Jahren geplant.
Geländebedingt ist die Burganlage nur zwischen zehn und 70 Meter breit, hat aber eine Länge von über 700 Meter. Das Bild zeigt die Burganlage, wie sie um 1680 ausgesehen hat.
Geschichte der Burg Alt-Ems (Auszüge)
(Quelle: Franz J. Huber) 1160-1190: Die Burg Alt-Ems wird zur Zeit der Hohenstaufer Kaiser erbaut
1170: Erstmals erscheinen in einer Urkunde die Brüder Ruodolfus et Gozwinus de Amides als Ritter von Ems
1407: Die Burg Alt-Ems wird im Appenzellerkrieg von den Aufständischen zwei Monate belagert. Erstmals wurden im Lande Donnerbüchsen verwendet, die Burg wurde beschossen, erobert und zerstört.
1408: König Ruprecht erlaubt der Wiederaufbau der Burg
1560: Der Habsburger Kaiser Ferdinand I. erhebt die Ritter von Ems in den erblichen Reichsgrafenstand
1618-1648: Die zur Festung umgebaute Burg Alt-Ems übersteht den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet, wird von Dienstpersonal bewohnt und weiter erhalten.
1792: Die bereits zur Ruine gewordene Burg Alt-Ems wird zum Abbruch versteigert. Die Steine werden für den Bau der abgebrannten Häuser in der Christengasse verwendet.
1888: Graf Clemens von Waldburg-Zeil-Hohenems erwirbt vom österreichischen Staat den Hauptburgteil der Ruine Alt-Ems.
1954: Graf Josef von Waldburg-Zeil-Syrgenstein, ein Urenkel Kaiser Franz Josefs, kauft den einst verbliebenen einstigen Hohenemserbesitz und wird somit auch Eigentümer des Hauptburgteiles der Ruine.