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MI | 11.04.2012
Alpschweine (Bild: ORF)
Schlachthof
Die Alpschwein-Saison beginnt
Heuer haben 1.000 Alpschweine auf Vorarlberger Alpen den Sommer verbracht. Nun ist Alpschwein-Saison: Am Montag wurden die ersten 270 Schweine im Schlachthof Dornbirn geschlachtet und in Hälften geteilt.
Kriterien für Alpschweine
1.000 Alpschweine haben den Sommer auf 46 Vorarlberger Alpen verbracht, sind mit Molke, Getreide und Gras gefüttert worden und hatten im Idealfall eine große Wiese zum Laufen und Wühlen. Das wirkt sich positiv auf die Fleischqualität aus, Metzger loben besonders die gute Fettqualität für die Verarbeitung zu Fett- und Wurstwaren. Mindestens 70 Tage müssen die Schweine auf der Alpe sein, um den Titel Alpschwein führen zu dürfen.
Alpschweinefleisch ist länger haltbar
Das Alpschweinefleisch ist doppelt so lange haltbar wie normales Schweinefleisch. Grund dafür ist die Fütterung mit Molke, die eigentlich als Nebenprodukt beim Sennen anfällt.
Schlachthof (Bild: ORF)
Vorgehensweise im Schlachthof
Im Schlachthof untersucht ein Tierarzt bei jedem Tier Innereien und Fleisch. Was nicht genusstauglich ist, wird aussortiert.
Die Herkunft der Schweine ist genau dokumentiert, an Hand eines eintätowierten Codes kann der Züchter ermittelt werden. Alpschweine haben außerdem eine besondere Ohrmarke. Ein externer Experte kontrolliert die Papiere, wiegt und klassifiziert den Schlachtkörper, er bestimmt Fleisch und Speckdichte.
Große Nachfrage
1.000 Alpschweine werden heuer geschlachtet, die Nachfrage ist allerdings größer. 200 Schweine mehr könnten sicher verkauft werden, schätzen sie Erzeuger.
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