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DI | 14.02.2012
Verkehrsflugzeug in Reiseflughöhe über den Alpen. Bild: Gerald Lehner - bergrettung.at
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Flugradar überwacht Himmel über Vorarlberg
Der Hittisauer Informatiker Dominik Bartenstein hat ein Projekt lanciert, das umfassende Daten zum Flugaufkommen über Vorarlberg liefert. Die Kontrollfunktion dieses virtuellen Flugradars soll weiter ausgebaut werden.
Rein: "Daten der Austrocontrol unzureichend"
"Unsere Flugüberwachung Austrocontrol verweist auf die europäische Eurocontrol - und von der erhalten wir lediglich kumulierte Überflugszahlen ohne Angabe von Überflugshöhen oder Destinationen", sagt Verkehrs-Landesrat Manfred Rein (ÖVP).

Abhilfe schafft das Flugradar von Dominik Bartenstein, eine Software, die er im Auftrag des Landes entwickelt hat. Es handelt sich dabei nicht um ein Radar im herkömmlichen Sinne, sondern um einen Digitalfunkempfänger, der spezielle Daten empfängt, die derzeit von 60 Prozent aller Verkehrsflugzeuge gesendet werden – bis zum Jahr 2012 soll es eine nahezu vollständige Ausrüstung der Verkehrsflugzeuge geben.

Damit können Position, Flughöhe, Flugkennung, Flugzeugkennung und weitere Daten erkannt und aufgezeichnet werden.
Neue Empfangsstation kommt im Sommer
Die Empfangsstation befindet sich derzeit in Hittisau. Da es am Standort Hittisau zu Abschattungen der Antenne speziell gegen Westen hin kommt, können insbesondere die Flüge von/nach Friedrichshafen und Altenrhein nicht optimal erfasst werden. Deshalb wird vom Landesvermessungsamt Feldkirch noch vor dem Sommer eine weitere Empfangsstation mit freier Sicht nach Norden und Westen in Betrieb genommen.
100.000 Flüge jährlich über Vorarlberg
Das Projekt Bartensteins soll dem Land Munition zum Argumentieren lierfern. Denn das Land Vorarlberg ist laut Rein bestrebt, genaue Daten über den Luftverkehr über Vorarlberg zu erhalten, auch um eine Argumentationsgrundlage gegenüber dem Bund zu haben.

Rein bekräftigt in diesem Zusammenhang die Ablehnung des Landes gegen eine Verschiebung der Luftstraßen auf Kosten Vorarlbergs: "Angesichts von mehr als 100.000 Überflügen und jährlichen Wachstumsraten von bis zu zehn Prozent müssen wir sicherstellen, dass nicht Flüge im europäischen Luftraum nach Vorarlberg verschoben werden."
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