Der "Weiße Hai" im Einsatz beim Gleisabbau im Arlberg-Bahntunnel.
Arlberg-Bahntunnel
12.05.2008
"Weißer Hai" bei Tunnelarbeiten im Einsatz Der rund 125 Jahre alte Arlberg-Eisenbahntunnel wird seit drei Jahren auf den neuesten Stand gebracht. Kosten: rund 200 Millionen Euro. Statt herkömmlicher Schwellenschienen wird eine feste Fahrbahn eingebaut. Dafür ist der "weiße Hai" notwendig.
Eigens konstruierte Gleisabtragemaschine Der Tunnel wird sicherheitstechnisch nachgerüstet. Deshalb wird statt der herkömmlichen Schwellenschienen eine feste Fahrbahn eingebaut.
Der "weiße Hai" ist eine eigens konstruierte Gleisabtragemaschine, die beim Ausbau der alten Schwellengleise zum Einsatz kommt.
Die von der Rhomberg Bahntechnik entwickelte Spezialmaschine ist 80 Meter lang und 90 Tonnen schwer.
Schnelligkeit bei maximaler Sicherheit
Der "weiße Hai" hebt einen Gleiskörper von zwölf Metern Länge aus dem Schotterbett und transportiert die Schienenjoche automatisch auf zwei Transportwaggons.
Dort werden die Schrauben gelöst sowie Schienen und Holzschwellen getrennt. Auf den Waggons gehts dann direkt in die verschiedenen Recyclingstationen.
Schnelligkeit bei maximaler Sicherheit, das garantiert die Gleisabtrage-Maschine. Außerdem können die Arbeiten trotz vorbeifahrender Züge ungefährdet durchgeführt werden, erklärt der Projektleiter, Christian Schreiber.
Durch den Einsatz des "weißen Hai" sollen die Arbeiten im Tunnel bis zum Jahr 2010 fertig gestellt sein.
Und das 600.000 Euro teure Spezialgerät wird dann auf Bahnbaustellen in ganz Europa zum Einsatz kommen.
Feste Fahrbahn um bis zu 70 Zentimeter tiefer Nachdem der Gleiskörper entfernt wurde, wird der Schotter abgebaggert und per Förderband auf dem "weißen Hai" abgelegt.
Hinter der Gleisabtragemaschine wird das Fundament des Tunnels abgeschremmt. Für den Einbau der festen Fahrbahn muss die Schienenoberkante um bis zu 70 Zentimerer tiefer gelegt werden. Das soll Platz schaffen für größere Containerzüge.
Hupen, Leuchten und Sicherheitsposten warnen die Arbeiter, wenn sich ein Zug nähert.
vorarlberg.ORF.at; 07.03.2008
Seit 2004 wird an einer Verbindung zwischen dem Arlbergstraßen- und dem Arlbergbahntunnel gearbeitet, damit eingeschlossene Menschen im Notfall flüchten können. Der erste Teil dieses 200-Millionen-Euro-Projekts ist jetzt fertiggestellt.