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MI | 11.04.2012
Wohnung (Bild: ORF)
soziales
Delogierungsprävention: Positive Bilanz
Am Freitagvormittag ist in Götzis die Bilanz über die ersten zwei Jahre des Projekts Delogierungsprävention präsentiert worden. Es wurde vom IfS zusammen mit Gemeinden, Wohnbauträgern und Behörden gestartet.
Ziel: Information verbessern
Das Projekt soll helfen, den Verlust der Wohnung wegen zu hoher Mietrückstände zu verhindern. In etwa 85 Prozent der knapp 400 in den vergangenen zwei Jahren bearbeiteten Fälle ist das laut der präsentierten Bilanz des Instituts für Sozialdienste (IfS) auch gelungen, entweder durch den Umzug in eine billigere Wohnung oder durch Unterstützungen.

Die IfS-Koordinatorin des Projekts, Heidi Lorenzi, sagt, es sei erschreckend, wie viele Betroffene nicht Bescheid wüssten über das Sozialsystem und die ihnen zustehenden Unterstützungen wie etwa Wohnbeihilfe oder sich schämten, diese Unterstützungen in Anspruch zu nehmen. Ein Ziel sei es deswegen, die Information zu verbessern.
Schmid (Bild: VLK/G. Wirth)
Teilnehmer der Pressekonferenz (v.l.n.r.): Bürgermeister Werner Huber, Landesrätin Greti Schmid, IfS-Geschäftsführer Stefan Allgäuer
Kooperation wichtig für Vorbeugung
Die Vorbeugung funktioniere überall dort gut, wo Gemeinden, Sozialbehörden und Wohnbauträger als Vermieter kooperierten. Dies klappt laut IfS mit den gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften sehr gut, mit privaten Vermietern gebe es oft Probleme.
Häufig Haushalte mit Kindern betroffen
In fast zwei Dritteln der betroffenen Haushalte leben Kinder, in 20 Prozent sind es drei oder mehr.
Mietrückstand Hauptgrund für Delogierungen
Zwei Drittel der Betroffenen sind trotz eines regelmäßigen Einkommens, entweder aus beruflicher Tätigkeit oder aus Sozialleistungen, in Mietrückstände geraten. Mietrückstand ist nach wie vor der Hauptgrund für Delogierungen.

Meist sind die Wohnungen laut IfS einfach von vornherein zu teuer und nehmen einen zu großen Teil des Einkommens in Anspruch.

Das Frühwarnsystem soll nun über Gemeinden und Vermieter bis zur Delogierungsprävention ausgebaut und mehr Gemeinden einbezogen werden.
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