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MO | 13.02.2012
Sparbuch (Bild: APA/Robert Jäger)
Bankwesen
Einlagensicherung: Banken atmen auf
Bei Vorarlbergs Banken sorgt die beschlossene unbegrenzte Einlagensicherung für Erleichterung. Die Begrenzung auf 100.000 Euro, wie sie Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) wollte, hätte in ihren Augen die Konkurrenz mit Deutschland verschärft.
Komplette Absicherung
SPÖ-Chef Werner Faymann trat am Mittwoch im Ministerrat dafür ein, so wie in Deutschland alle Spareinlagen komplett abzusichern. Molterer wollte bisher eine staatliche Deckelung bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank. Der Miniterrat entschied zugunsten von Faymanns Vorschlag.
"Richtiger Schritt"
Vorarlberger Banken sind stark von deutschem Kapital abhängig. Raiffeisen-Chef Karl Waltle spricht vom einzig richtigen Schritt. Im Vorfeld befürchtete Waltle, dass bei einer begrenzten Absicherung Geld nach Deutschland abwandert.

In der Raiffeisenbank Kleinwalsertal beispielsweise sind 80 Prozent der Kunden Deutsche mit einem Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro.
Österreich muss deutsches Geld absichern
Auch aus Sicht der Hypo Landesbank und der Bank Austria im Kleinwalsertal enspricht diese Entscheidung den Wünschen der Banker.

Pikantes Detail am Rande: Zwischen fünf und zehn Prozent aller Einlagen deutscher Kunden im Kleinwalsertal sind Spareinlagen. Sollten die Banken hierzulande auch in die Knie gehen, müsste die Republik auch für die deutschen Spareinlagen dort geradestehen.
Bankensprecher begrüßt Entscheidung
"Auch wenn die Vorarlberger Banken sehr solide aufgestellt sind, begrüßen wir zur Beruhigung der Situation und aus Wettbewerbsgründen gegenüber Deutschland diese Entscheidung", so Bankensprecher Jodok Simma.
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