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SO | 12.02.2012
Kinder basteln im Kindergarten (Bild: ORF)
Politik
Grüne: Migranten als Kindergartenpädagogen
Die Grünen fordern in einem Landtagsantrag einen Qualifizierungslehrgang für Kindergartenassistenten mit nicht-deutscher Muttersprache. Davon sollen sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen profitieren.
Karin Fritz (Bild: ORF)
Karin Fritz (Grüne)
"Verständnis für anderen Kulturkreis"
Durch den Einsatz von migrantischen Kindergartenassistenten könne das Verständnis für den jeweils anderen Kulturkreis gefördert werden, so die Grüne-Bildungs- und Integrationssprecherin Karin Fritz.

So könne man auch den Kleinsten vermitteln, wie wertvoll Mehrsprachigkeit sei. Das Beherrschen der Muttersprache sei auch Voraussetzung dafür, gut Deutsch lernen zu können.
Berufschancen für Migranten
Mit einem solchen Lehrgang möchten die Grünen auch die Berufschancen für Migranten erhöhen. Die Absolventen des Lehrgangs sollen die Möglichkeit haben, sich berufsbegleitend zum Kinderpädagogen ausbilden zu lassen.

Die Grünen stellen dafür einen Antrag an den Landtag. Darin wird die Landesregierung ersucht, diesen Qualifizierungslehrgang für Kindergartenassistenten in Zusammenarbeit mit der Bakip, der Pädagogischen Hochschule und dem AMS einzurichten.
Fritz Amann (Bild: ORF)
Fritz Amann (FPÖ)
"Schluss mit Verhätschelung"
Ein klares Nein zu diesem Lehrgang kommt von FPÖ-Klubobmann Fritz Amann. "Mit dieser Verhätschelung integrationsunwilliger Migranten muss endlich Schluss sein", so der Freiheitliche in einer Aussendung. Wenn jemand mit Migrationshintergrund den Berufsweg eines Kindergartenassistenten einschlagen wolle, könne er dies schon jetzt machen.

Einzig die Tatsache Migrant zu sein, sei zu wenig, um sich Sonderrechte gegenüber der einheimischen Bevölkerung herauszunehmen, so Amann. Allen würden dieselben Bildungswerkzeuge zur Verfügung stehen, sie müssten nur frühzeitig genützt werden.
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