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MI | 11.04.2012
Montafon (Bild: ORF)
tourismus
Skigebiete: Neue Marke "Silvretta Montafon"
Die Silvretta Nova-Gruppe hat am Freitag ihre Zukunftspläne für die Tourismusdestination Montafon präsentiert. Die Skigebiete Silvretta Nova und Hochjoch werden zusammengelegt, die neue Marke "Silvretta Montafon" entsteht.
Silvretta Montafon (Bild: ORF) 70 Millionen Euro werden investiert
In den kommenden zehn Jahren werde man rund 70 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung der Silvretta Nova und der Hochjochbahnen investieren, so Peter Gaugg, Aufsichtsratsvorsitzender der Silvretta Nova-Gruppe und Vorstandsvorsitzender der BTV (Bank für Tirol und Vorarlberg). Die BTV ist Mehrheitseigentümerin der Silvretta Nova-Gruppe.

Bei einer gut geführten Bahn könne man die 70 Millionen Euro aus eigener Kraft verdienen, so Gaugg.
Peter Gaugg (Bild: ORF)
Peter Gaugg
Zahl der Mitarbeiter soll erhöht werden
Mit den Investitionen möchte man auch Impulsgeber für Hoteliers und touristische Dienstleister sein, so Gaugg. Ziel sei es, das perfekte Urlaubs- und Bergerlebnis zu bieten.

In der heurigen Wintersaison werde man rund 1.000 Personen beschäftigen, in fünf Jahren soll der Mitarbeiterstand auf 1.200 anwachsen.
Valisera (Bild: ORF
Talstation Valisera
Neue Lifte entstehen
In der Silvretta Nova werden nach Angaben von Gaugg zwei neue Zubringer sowie sechs neue Sesselbahnen errichtet, am Hochjoch zwei neue Zubringer und drei neue Sesselbahnen.

Von St. Gallenkirch soll es eine neue Verbindung über das Grasjoch zum Hochjoch geben. Die Talstation Valisera in St. Gallenkirch soll zum zentralen Verkehrsknotenpunkt mit Geschäften und Restaurants ausgebaut werden. Vision sei es, dass die Gäste mit der Montafoner Bahn anreisen und direkt vom Bahnsteig in die Seilbahn umsteigen.
Praesentation (Bild: ORF)
Die Präsentation des Konzepts in Gaschurn
Wellnessoase auf 2.100 Metern Höhe
Investieren möchte die Silvretta Nova-Gruppe auch in die Gastronomie. In den nächsten drei Jahren soll ein neues Gebäude die bestehende Bergstation Valisera ablösen. Auf 2.100 Meter Höhe ist eine Wellnessoase geplant. Am Schwarzköpfle soll ein neues Restaurant errichtet werden, am Kreuzjoch ein Panoramarestaurant.
Keine Verteuerung der Skitickets geplant
An eine Verteuerung der Skitickets sei ebenso wenig gedacht wie an eine Entwicklung hin zu einem Edel-Skiparadies, so Gaugg. Die neue Marke "Silvretta Montafon" werde stattdessen verstärkt auf junge Familien und Jugendliche setzen.
Ziel: Geschlossene Urlaubsdestination
Die Skigebiete Silvretta Nova und die Hochjochbahnen, an denen die Silvretta Nova-Gruppe die Mehrheit hält, werden unter der neuen Marke "Silvretta Montafon" zusammengelegt. Damit möchte man das Montafon als eine geschlossene Urlaubsdestination präsentieren, so Gaugg.
Georg Hoblik (Bild: ORF)
Georg Hoblik
"In Augenhöhe mit anderen Destinationen"
Die neue große Skidestination könne in Augenhöhe mit anderen großen Skidestinationen in Österreich und in Europa um Kunden werben, so Georg Hoblik, Geschäftsführer der Silvretta Nova-Gruppe.
Erwin Bahl (Bild: ORF)
Erwin Bahl
Gemeinde Schruns gegen Verkauf
Die Silvretta Nova-Gruppe besitzt rund 70 Prozent der Hochjochbahnen-Anteile. Die Gemeinde Schruns ist mit rund acht Prozent beteiligt. Die Silvretta Nova-Gruppe möchte der Gemeinde ihre Anteile abkaufen, nun hat die Gemeinde ein Gegenangebot vorgelegt.

Die Gemeindevertretung Schruns habe sich am Mittwoch einstimmig gegen den Verkauf der Anteile an der Hochjochbahn entschieden, so Bürgermeister Erwin Bahl (ÖVP). Die Gemeinde biete 1,6 Millionen Euro für die Anteile der Silvretta Nova-Gruppe. Das Angebot sei bis 21. November gültig, danach würde Schruns nur noch einen geringeren Preis zahlen. Für eine gesicherte und nachhaltig erfolgreiche Zukunft der Hochjochbahn sei eine direkte Beteiligung der Gemeinde notwendig, so Bahl.

Einen Zusammenschluss der Skigebiete Silvretta Nova und Hochjoch kann die Gemeinde Schruns nicht verhindern. Mit Anteilen von rund acht Prozent hat die Gemeinde kein Vetorecht.
Arno Salzmann (Bild: ORF)
Arno Salzmann
"Wichtige Zusammenarbeit im Tal"
Der Bürgermeister von St. Gallenkirch, Arno Salzmann (SPÖ), zeigte sich vom Konzept der Silvretta Nova-Gruppe begeistert. Es sei wichtig, dass das Kirchturmdenken abgeschafft werde und das Tal zusammenarbeite.

Der Beschluss der Gemeinde Schruns sei für ihn nicht ganz verständlich, so Salzmann. Hier sei noch Überzeugungsarbeit zu leisten, aber er sei guter Dinge.
Martin Netzer (Bild: ORF)
Martin Netzer
"Ein guter Start"
Der Garschurner Bürgermeister Martin Netzer (ÖVP) sprach nach der Präsentation von einem guten Start. Er hoffe, dass die Pläne so ausgeführt werden, wie sie präsentiert wurden.

Zum Beschluss der Gemeinde Schruns meinte Netzer, er schaue positiv in die Zukunft.
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