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DO | 23.02.2012
Lawine (Bild: ORF)
Symbolbild
chronik
Toter nach Lawinenabgang im Vallugagebiet
Ein Skifahrer aus den USA ist am 24. Dezember bei einem Lawinenabgang im Vallugagebiet ums Leben gekommen. Er war mit einer geführten Gruppe im freien Skiraum unterwegs. Gegen den Skiführer wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.
Lawinenwarnzentrale: Jedenfalls erkundigen
Zum Unfallzeitpunkt herrschte Lawinenwarnstufe zwei.

Andreas Pecl von der Lawinenwarnzentrale rät, sich auf jeden Fall auch bei Lawinenwarnstufe zwei vor Ort nach der Situation zu erkundigen.

In den Hang, an dem sich das Unglück ereignete, dürfen allerdings ohnehin nur geführte Gruppen einfahren.
Mit Lawinenpieps ausgerüstet
Die achtköpfige Skigruppe, die von einem Skiführer der Skischule in Lech geführt wurde, war im Bereich Valluga Nord auf Tiroler Gebiet unterwegs. Gegen 14.00 Uhr riss in dem Gebiet auf einer Höhe von 2.800 Meter eine Lawine an. Ein 28-jähriger Tourengeher aus der Gruppe wurde von der Sturzlawine mitgerissen und blieb rund 600 Meter weiter unten in einer Schneetiefe von 1,20 Metern liegen.

Ein Skiführer und ein Pistenretter konnten den Wintersportler, der mit einem Lawinenpieps ausgerüstet war, nach etwa einer halben Stunde orten.

Das sei in Anbetracht der Größe der Lawine, die eine Sturzbahn von mehr als 1.000 Metern hatte, sehr schnell, sagt Matthias Marxgut von der Landesbergrettung. 90 Prozent der Personen, die aus Lawinen ausgegraben würden seien noch am Leben.
Tödlich verletzt
Für den US-Amerikaner kam jedoch trotz der raschen medizinischen Erstversorgung jede Hilfe zu spät. Er sei von der Lawine über zwei große Felsstufen geschleudert und tödlich verletzt worden, so Roland Mattle, Leiter der Alpinpolizei Bludenz.

Vor der Gruppe, der der 28-Jährige angehörte, hatten bereits zwei andere geführte Touren den Hang problemlos überquert, so Mattle. Der New Yorker sei der Zweitletzte aus seiner Gruppe gewesen, der in den Hang einfuhr.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Gegen den Skiführer der Skischule Lech, der die Skigruppe leitete, wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.

Die restliche Gruppe, die auf Grund der Situation nicht mehr abfahren konnte, wurde von drei Hubschraubern mittels Bergetau geborgen und nach Zürs geflogen.
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