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BILDUNG |
29.04.2009 |
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Dienstpflicht verletzt: Islamlehrer entlassen
Das Land hat bei Kontrollen sechs Islamlehrer beanstandet. Ein Lehrer wurde wegen Verletzung der Dienstpflicht entlassen, gegen einen anderen läuft ein Dienstverfahren. Viermal wurden mangelnde Deutschkenntnisse kritisiert.
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Kontrollen vom Ministerium angeordnet
Laut Schullandesrat Siegmund Stemer (ÖVP) wurden die islamischen Religionslehrer - 18 Lehrer an den Pflichtschulen und je zwei an mittleren und höheren Schulen – von den Schulleitungen im Unterricht besucht und von den zuständigen Schulaufsichtsorganen inspiziert. Die Kontrollen waren vom Unterrichtsministerium angeordnet worden.
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Stemer machte unter Berufung auf das Amtsgeheimis keine Angaben zum Fehlverhalten des Lehrers. |
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"Nichts mit Fundamentalismus zu tun"
Als Folge der Kontrollen wurde nach Angaben von Stemer ein Lehrer wegen Verletzung der Dienstpflicht entlassen. Das Land habe die islamische Glaubensgemeinschaft auf das Fehlverhalten des Lehrers aufmerksam gemacht, diese habe unverzüglich reagiert und den Lehrer entlassen.
Um welches falsche Dienstverhalten es sich handle und wo der Lehrer unterrichtet hat, gebe er aus Gründen des Amtsgeheimnisses nicht bekannt, so Stemer.
Es habe sich jedoch um ein Fehlverhalten zum Zeitpunkt der Kontrollen gehandelt, mit islamischem Fundalismus habe die Entlassung nichts zu tun gehabt, betonte der Landesrat.
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Nichts mit Fall El Ghoubashy zu tun
Stemer betonte, dass es sich bei der Entlassung nicht um den Islamlehrer Aly El Ghoubashy handelt. Dieser wurde bereits zuvor von der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGG) suspendiert - ein Entlassung, die auch er kritisiere, so Stemer. El Ghoubashy hatte die IGG in einem Zeitungskommentar kritisiert.
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Laut Stemer ist eine Meldung an die Glaubensgemeinschaft gegangen, diese habe aber noch keine Konsequenzen gezogen. |
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"Mangelnde Dienstauffassung"
Gegen einen weiteren Lehrer wurde ein Verfahren wegen mangelhafter Dienstauffassung eingeleitet. Hier sei eine Meldung an die islamische Glaubensgemeinschaft gegangen, die habe allerdings noch keine Konsequenzen gezogen, so Stemer. Der zuständige Fachinspektor werde den Fall nun erneut bei der Glaubensgemeinschaft ansprechen.
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Zu schlechte Deutschkenntnisse
Außerdem gab es bei den Kontrollen in Vorarlberg vier Beanstandungen wegen mangelnder Deutschkenntnisse. Diese vier Lehrer sollen nun zusätzliche Kurse besuchen.
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Kontrollen durch Bezirksschulinspektor
Seit Mitte Februar wurden die 22 in Vorarlberg tätigen Islamlehrer geprüft. Prüforgan waren der Schulleiter und der Bezirksschulinspektor. Im Vordergrund standen die Deutschkenntnisse und die Lehrbefähigung.
Im Vorfeld hieß es, Schulleiter und Inspektor besuchen den Islam-Unterricht unangekündigt und führen dann ein Gespräch mit dem Lehrer. Im Wesentlichen geht es darum zu bestimmen, ob der Lehrer Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen kann und ob er sich so spontan und fließend verständigen kann, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung möglich ist.
Weitere Kriterien seien Lehrmaterialien und die Qualifikation des Lehrers, erklärte Schullandesrat Siegmund Stemer (ÖVP). Bestimmt werde dies aber von der islamischen Glaubensgemeinschaft.
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"Die Schulaufsicht wird die Situation im Auge behalten." |
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Stemer: Unterricht wird weiter beobachtet
Der islamischen Religionsunterricht werde weiterhin beobachtet, kündigte Stemer am Mittwoch an. "Die Islamische Glaubensgemeinschaft wurde aufgefordert, die Ergebnisse ernst zu nehmen und die festgestellten Mängel zu beheben. Die Schulaufsicht wird die Situation weiterhin im Auge behalten und sicherstellen, dass Vorgaben hinsichtlich Unterrichtsinhalt und Qualifikation der Lehrpersonen eingehalten werden."
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wien.ORF.at, 29.4.09
Nach der Aufregung über einen Wiener Islamlehrer hat der Stadtschulrat jetzt alle 169 Wiener islamischen Lehrkräfte auch auf ihre Sprachkentnisse überprüft. Dabei wurden kaum Mängel festgestellt.
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vorarlberg.ORF.at; 12.3.09
Der von der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGG) suspendierte Islamlehrer Aly El Ghoubashy will sich mit einer Klage gegen die Suspendierung wehren.
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