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MI | 11.04.2012
Lebensmittelkontrolle (Bild: ORF)
Lebensmittelkontrolle
Lebensmittelkontrolle
Keine Entscheidung zu Red-Bull-Cola-Verbot
Für einiges Aufsehen haben Spuren von Kokain im Mischgetränk Red Bull Cola gesorgt. In mehreren deutschen Bundesländern wurde der Verkauf verboten. Die Entscheidung über ein Verkaufsverbot steht in Österreich noch aus.
Die Agentur für Ernährungssicherheit in Wien hat amtliche Proben gezogen, die Ergebnisse werden in einigen Tagen erwartet.
Koka-Blätter sind enthalten
Red Bull wirbt damit, dass in diese Cola nur Naturprodukte kommen und dass die auch offen deklariert werden. Darunter Koka-Blätter, die eigentlich so behandelt sein sollten, dass sie keinerlei Suchtstoffe enthalten.

Bei dem in Deutschland angewandten Test wurden dennoch minimale Spuren von Kokain gefunden. Warum, das ist noch Gegenstand von Untersuchungen.
Lebensmittelkontrolle (Bild: ORF) Lebensmittelkontrolle: "Ein Fall unter Vielen"
Die Entscheidung über ein Verbot hängt vom Urteil der Agentur für Ernährungssicherheit in Wien ab. Sie muss klären, ob Red-Bull-Cola gefährlich ist oder nicht.

Bei der Gefährlichkeit von Kokain ist es kein Wunder, dass der Fall Red-Bull-Cola Wellen schlägt. Verdachtsfälle wie den jetzigen gebe es aber viele, sagt Bernhard Zainer von der Lebensmittelkontrolle im Amt der Vorarlberger Landesregierung.
Bernhard Zainer (Bild: ORF)
Bernhard Zainer, Lebensmittelkontrolle
Verfeinerte Analyse erhöht Verdachtsfälle
Etwa 1.000 mal pro Jahr werde geprüft, ob ein Lebensmittel gefährlich ist oder nicht. Bernhard Zainer weist auch darauf hin, dass die Untersuchungsmethoden immer schärfer werden.

Würde man einen Würfel Zucker im Bodensee auflösen und gut verteilen, dann wäre der Zucker durch Ziehen einer Wasserprobe nachweisbar.

Mit derart genauen Analysemethoden werden laut Zainer in Lebensmitteln auch geringfügigste Spuren von theoretisch gefährlichen Stoffen gefunden, in so kleiner Konzentration, dass nicht klar sei, ob das überhaupt eine Bedeutung hat - es gebe also keinen Grund, wegen einer Überprüfung in Panik zu verfallen.

"Man müßte 700.000 Dosen trinken, um eine Rauschwirkung zu spüren", sagt Bernhard Zainer.
Handel wartet ab
Befüllt werden die Dosen bei Rauch in Rankweil. Dort heißt es, man habe mit der ganzen Sache nichts zu tun.

Die Lebensmittelkette Spar schreibt in einer Stellungnahme, man nehme die Bedenken hinsichlich möglicher Rückstände ernst, sehe aber keine Veranlassung, Red Bull Cola aus dem Sortiment zu nehmen.

Sutterlüty verlässt sich auf ein Gutachten des Herstellers und verkauft das Getränk ebenfalls weiter. Ein Verkaufsschlager sei es bisher aber nicht gewesen.
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