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NATUR |
08.06.2009 |
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Holznutzung soll deutlich gesteigert werden
In den kommenden neun Jahren soll die Holznutzung in Vorarlberg um ein Drittel gesteigert werden. Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen müsse mehr Holz geschlagen werden, so Thomas Ölz von der Landwirtschaftskammer.
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Ziel: 350.000 Festmeter
Insgesamt wächst in Vorarlbergs Wäldern rund 50 Prozent mehr Holz als tatsächlich genutzt wird. Das wollen die Forststrategen des Landes ändern, bis zum Jahr 2018 wollen sie eine "optimale Nutzfrequenz" erreichen.
In Vorarlberg könne mindestens ein Drittel mehr Holz geerntet werden als derzeit, ohne den Wald dabei zu übernutzen, heißt es bei der Landwirtschaftskammer. Damit würden statt derzeit 270.000 pro Jahr 350.000 Festmeter gefällt. Das sei nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern sei auch gut für den Wald, denn überalterte Wälder seien krankheitsanfälliger.
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Die Hälfte verfault an Ort und Stelle
Neben dem weiteren Bau von Erschließungswegen soll dieses ehrgeizige Ziel durch die professionelle Organisation von Holzschlägerungen und dessen Vermarktung erreicht werden.
Schätzungsweise rund die Hälfte des Holzes, das in Vorarlbergs Wäldern wächst, verfaulte im Durchschnitt der letzten Jahre an Ort und Stelle, weil es nicht geholt wurde. Das liegt zum einen daran, dass abgelegene Wälder ohne Erschließungswege wegen der hohen Holzbringungskosten nicht kostendeckend bewirtschaftet werden können.
Andererseits steigt der Anteil der sogenannten urbanen Waldbesitzer, also derjenigen, die einen Wald geerbt haben, mit ihm aber nichts anzufangen wissen. Mit Hilfe von Waldvereinen will man hier Abhilfe schaffen: Der Verein organisiert die Schlägerung und Vermarktung des Holzes für seine Mitglieder, die eben solche Waldbesitzer sind.
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"Förderungen notwendig"
Allerdings sind waldschonende Holzbringungsmethoden und die Pflege von Schutzwäldern finanziell problematisch, die Holzmarktpreise bieten zu wenig Anreiz für mehr Nutzung.
Deshalb seien Startförderungen notwendig, so Thomas Ölz von der Landwirtschaftskammer. Konzepte gebe es bereits, allerdings fehle derzeit das Geld - unter anderem für bestimmte Förderungen wie Pferderückung, neue Vermaktungsstrategien oder Schadholzbeseitigung.
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"Waldsterben geht weiter"
Anlässlich der Woche des Waldes wollen die Forstexperten auch darauf aufmerksam machen, dass das Waldsterben immer noch ein Thema sei - vor allem im Zusammenhang mit der Klimaveränderung. Davon betroffen seien vor allem Weißtannen, sagt Peter Feuersinger, Bezirksforsttechniker in Bregenz. Im Gegenzug gedeihen Edelkastanien dort, wo früher Weißtannen gestanden sind, mittlerweile bestens.
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vorarlberg.ORF.at; 5.3.09
Am Donnerstag hat das Land die Vorarlberger Forstrategie für die nächsten zehn Jahre vorgestellt. Eines der Probleme derzeit ist der niedrige Holzpreis: Durch ihn wird teilweise das Brennmaterial für Heizkraftwerke knapp.
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