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WIRTSCHAFT |
28.06.2009 |
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Lkw-Piraterie nimmt stark zu
Das größte Sicherheitsproblem der Transportbranche liegt nicht auf der medial vielbeachteten Seepiraterie, sondern auf den Landtransportwegen. 73 Prozent der Verbrechen passieren hier.
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73 Prozent der Piraterie auf Landstraße
Laut einer aktuellen internationalen Studie der Logistikberatung Miebach Consulting, gibt es auf Landtransportwegen einen Verbrechensanteil von 73 Prozent, weit vor Delikten in den Lagerhäusern. Auch Vorarlberger Frächter sind in den vergangenen Jahren immer wieder Opfer von Piraten der Landstraße geworden.
Mitunter werden sie auf einsamen Straßen einfach ausgeraubt, sagt Gerhard Amann, Geschäfstführer der Güterbeförderer in der Wirtschaftskammer. Die Piraterie auf der Straße ist laut Fachzeitschriften rund dreimal so hoch wie jene auf hoher See - etwa vor Somalia, sagt Amann.
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Problem nimmt in osteuropäischen Ländern zu
Das Problem an sich ist seit Jahren bekannt, doch der Tatort verlagert sich. Früher waren diese Methoden besonders in Italien zu beobachten - dort waren häufig auch Lkw aus Vorarlberg betroffen. In den vergangenen Jahren hat die Piraterie vor allem in den osteuropäischen Ländern stark zugenommen.
Dort überlegen Transportunternehmer nun sogar, ihre Fahrer bei wertvollen Ladungen von bewaffneten Sicherheitskräften begleiten zu lassen.
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Korrupte Zollmitarbeiter melden gute Waren
Die Methoden der Piraten sind altbekannt. Laut Amann gab es etwa korrupte Mitarbeiter beim italienischen Zoll die den Gaunern gemeldet haben welcher Lkw welche wertvolle Ladung geladen hat.
"Wenn dieser Lkw dann auf der Autobahn fährt, wird er von einem vermeintlichen Polizeifahrzeug - gefälscht oder gestohlen - angehalten. Aus diesem steigen falsche Carabinieri aus, die dem Fahrer dann eine Maschinenpistole unter die Nase halten", schildert Amann. Sie zwingen den Fahrer zum Aussteigen und fesseln ihn etwa an einen Baum. "Dann machen sich die falschen Carabinieri mit Lkw und Ladung auf und davon", so Amann.
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Auch GPS-Ortung ist nicht immer praktikabel
In der Brache gibt es nun immer mehr Unternehmen, die ihre Fahrten durch das GPS (global positioning system) überwachen. Wenn der Laster von der geplanten Route abweicht, wird Alarm geschlagen. Das hält Gerhard Amann von der Wirtschaftskammer angesichts der gerissenen Piraten nicht für praktikabel: "Die Täter bauen das GPS einfach aus. Es ist nicht das erste Mal, dass man das GPS dort findet wo es ausgebaut wurde - weit weg von Lkw und Ladung."
Feste Routen seien sogar eher zu vermeiden, meinen Experten. Nur so könne man für Piraten schwer einschätzbar bleiben.
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