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MI | 11.04.2012
WG aks (Bild: aks)
SOZIALES
20 Jahre Hilfe zum selbständigen Wohnen
Seit 20 Jahren hilft die Wohngemeinschaft der Sozialpsychiatrischen Dienste des aks in Bludenz Menschen mit psychischen Erkrankungen auf dem Weg zum selbständigen Wohnen. Über 120 Menschen wurden bislang unterstützt.
1989 gegründet
"1989 wurde die Wohngemeinschaft als Bindeglied zwischen stationärer Behandlung und selbständigem Wohnen gegründet", erklärt WG-Leiter Elmar Larch. Viele Betroffene seien nach dem stationären Krankenhausaufenthalt überfordert, wieder allein zu wohnen. Die Wohngemeinschaft hilft in diesen Fällen weiter.
Bewältigung des Alltags
Eine psychische Erkrankung bringt tiefgreifende Veränderungen in das Leben eines Menschen mit sich. Es kommt oft zu Beeinträchtigungen im sozialen und beruflichen Leben. Zudem können psychische Krankheiten zu Verunsicherung, zum Verlust der Selbständigkeit und zur sozialen Isolation führen. Genau diese Beeinträchtigungen sollen in der WG überwunden werden.

"Mit verschiedenen therapeutischen Maßnahmen wird der Umgang mit der Krankheit erleichtert, eine bessere Bewältigung des Alltages und Aufbau der Selbständigkeit erzielt und die soziale Wiedereingliederung gefördert", erklärt WG-Mitarbeiterin Larisa Kushnevska.
Aktivierung als Therapie
Ergänzt wird das Programm der Wohngemeinschaft durch die Angebote der Sozialpsychiatrischen Dienste in Bludenz und der aks Beschäftigungswerkstatt in Ludesch. Die Betroffenen können an Sportgruppen teilnehmen, gemeinsame Ausflüge und Wanderungen machen oder regelmäßig in der Beschäftigungswerkstatt Ludesch mitarbeiten.
93 Prozent können in eigene Wohnung ziehen
Meist ist der WG-Aufenthalt erfolgreich: Die meisten der BewohnerInnen führen nach der Rehabilitation ein selbständiges Leben, wobei sie von aks MitarbeiterInnen auch ambulant weiter betreut werden können.

Seit 2005 konnten 93 Prozent der Klienten im Anschluss an den Aufenthalt in der WG eine eigene Wohnung beziehen oder in den bestehenden Familienverbund entlassen werden.
30 Plätze in ganz Vorarlberg
Derzeit bietet die Wohngemeinschaft Platz für zehn Personen. Weitere betreute Wohneinrichtungen gibt es in Dornbirn und Hard. Insgesamt können 30 Personen unterstützt werden - die Zuweisung erfolgt durch Arzt oder das behandelnde Krankenhaus mittels Reha-Schein.
Aus Sozialfonds finanziert
Die WG Bludenz wird aus dem Sozialfonds des Landes finanziert. Die BewohnerInnen leisten einen geringen Selbstbehalt.
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