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MI | 11.04.2012
Gsiberger (Bild: ORF)
POLITIK
Erste Partei: "Gsiberger" eröffnen Wahlkampf
Als erste politische Gruppierung haben am Freitagabend "Die Gsiberger" ihren Wahlkampf für die Landtagswahl im September eröffnet. In einem Fest auf dem Hohenemser Schlossplatz wurden Programm und Kandidaten vorgestellt.
Bernhard Amann (Bild: ORF)
Spitzenkandidat Bernhard Amann
Stimmen von bisherigen Nichtwählern
"Die Gsiberger" sind ein Sammelbecken unterschiedlicher Gruppen wie der Migrantenliste NBZ, den Kommunisten und den Buntkarierten. Sie hoffen vor allem auf Stimmen der bisherigen Nichtwähler. Das Bündnis versteht sich als "Hilfsorganisation für Menschen, welche täglich Benachteiligungen erfahren".

Spitzenkandidat Bernhard Amann ist Gründer von "Vau-Heute" und mit seiner Liste bereits zweimal bei Vorarlberger Landtagswahlen angetreten, beide Male aber klar an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. 2004 erreichte er 2,1 Prozent der Stimmen.
Spitzenkandidat Bernhard Amann hofft auf 7,5 Prozent Wählerstimmenanteil und drei Mandate.
Drei Mandate im Visier
Das Wahlbündnis zeigte sich am Freitagabend jedoch optimistisch, im September den Einzug ins Landesparlament zu schaffen. Amann hoffte auf 7,5 Prozent Wählerstimmenanteil und drei Mandate, um anschließend den etablierten Parteien lästig zu fallen.

"Es muss in der Politik zu einem Umbruch kommen, die Altparteien haben ausgedient", betonte der überzeugte Anarchist, Jugendarbeiter und Drogenberater sowie Kommunalpolitiker. Es sei wichtig, dass benachteiligte Gesellschaftsgruppen endlich mehr Gewicht bekämen.
Hans-Peter-Martin (Bild: ORF)
Hans-Peter Martin
Hans-Peter Martin als Gastredner
Gastredner war der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin. Dieser zollte dem Wahlbündnis Respekt für seine Anstrengungen - und sparte nicht mit Kritik an Sozialdemokraten und Grünen. Diese beiden Parteien ließen anderen keinen Platz und drängten die Wähler mit ihrer Politik zur FPÖ.

Er halte es für wichtig, dass Amann den Einzug in den Landtag schaffe, so Martin. Amann stehe für etwas anderes, er sei kein "Funktionärsgesicht" sei. "Ihr müsst das Oligopol der Parteien brechen", forderte Martin die Sympathisanten des Wahlbündnisses auf. Die Wahlplattform sei ein "wichtiger Beitrag für das Aufleben der Demokratie in Vorarlberg und Österreich".
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