Vorarlberg ORF.at
wetter.ORF.at
MO | 13.02.2012
Logo Landtagswahl 09 (Bild: ORF)
POLITIK
Parteien rüsten sich für Wahlkampf
Die Parteien rüsten sich für die intensive Phase des Landtagswahlkampfs. Diese Woche beginnen ÖVP und SPÖ offiziell den Wahlkampf, die restlichen Parteien folgen in den nächsten Wochen. Mehr als 260.000 Vorarlberger sind wahlberechtigt.
126.607 Männer und 134.051 Frauen sind nach derzeitigem Stand wahlberechtigt.
Rund 260.000 Vorarlberger wahlberechtigt
Mehr als 260.000 Vorarlberger werden bei der Landtagswahl am 20. September wahlberechtigt sein. Vor Beginn der Einspruchsfrist wies das Wählerverzeichnis nach Angaben der Landeswahlbehörde 260.658 Stimmberechtigte aus. Die definitive Zahl der Wahlberechtigten wird Ende August vorliegen.
Wahlrecht ab 16 Jahren
Am 20. September werden erstmals in der Geschichte des Vorarlberger Landesparlaments auch 16- und 17-Jährige sowie Auslandsvorarlberger an der Wahl teilnehmen. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit der Briefwahl. 260.658 Wahlberechtigte bedeuten gegenüber 2004 eine Steigerung um rund 18.000 Personen bzw. 7,48 Prozent.
ÖVP: Absolute Mehrheit als Ziel
ÖVP-Chef Landeshauptmann Herbert Sausgruber hat mehrfach betont, sich um einen "klaren Auftrag" zu bewerben. Für den Fall, dass die absolute Mandatsmehrheit verloren gehen sollte, hat Sausgruber in Zeitungsinterviews bereits einen Rücktritt für möglich erklärt. Die Volkspartei wird am Freitag in den Wahlkampf starten.

Für den Vormittag ist eine Pressekonferenz mit der Präsentation der Plakate geplant, abends beginnt dann in Sausgrubers Heimatgemeinde Höchst (Bezirk Bregenz) die "Landeshauptmann-Tour" durch 19 Regionen Vorarlbergs. Zurückhaltend gibt sich die Volkspartei hinsichtlich der Wahlkampfkosten. Die ÖVP werde "effizient und sparsam" wahlkämpfen, so Landesgeschäftsführer Dietmar Wetz.
SPÖ: Platz zwei verteidigen
Die Sozialdemokraten ziehen sich zum Auftakt am Donnerstag in Braz (Bezirk Bludenz) zu einer Klausur mit allen Spitzenkandidaten zurück. 450.000 Euro stehen für den Wahlkampf zur Verfügung.

Neben Aufstellern werde man auch mobile Großplakate einsetzen, kündigte Landesgeschäftsführer Franz Lutz an. Die SPÖ, die 2004 mit 16,87 Prozent (plus 3,88 Prozentpunkte gegenüber 1999) den zweiten Platz errang, will diesen Stand bei der Wahl im Herbst verteidigen.
FPÖ: Absolute der ÖVP brechen
Die mitregierenden Freiheitlichen erlitten 2004 dagegen schwere Verluste (minus 14,47 Prozentpunkte), das soll nun ausgebügelt werden. FPÖ-Obmann Landesrat Dieter Egger nannte als Ziel das Brechen der ÖVP-Absoluten. Die Freiheitlichen werden im Wahlkampf zwischen 250.000 und 300.000 Euro ausgeben, den Wahlkampfauftakt feiern sie am 21. August in Hohenems.
Grüne: FPÖ als Regierungspartner ablösen
Die Grünen legten bei der Landtagswahl vor fünf Jahren von zwei auf vier Mandate zu, diesmal haben Grünen-Sprecher Johannes Rauch und seine Mitstreiter ein fünftes Mandat ins Auge gefasst. Zudem wollen die Grünen die FPÖ als Regierungspartner der ÖVP ablösen.

In den Wahlkampf starten die Grünen am 28. August am Molo in Bregenz, ihr Budget beträgt insgesamt 200.000 Euro. Auf Großplakate werde man verzichten, Kleinplakate fänden nur sparsamen Einsatz, erklärte Landesgeschäftsführer Mario Lechner. Man setze mehr auf den persönlichen Kontakt.
BZÖ: Einzug in den Landtag
Den Einzug in den Landtag hat das BZÖ im Visier. Mit einem Budget von 250.000 Euro plane man einen Wahlkampf "auf Sparflamme", so BZÖ-Obmann Christoph Hagen. Den offiziellen Start in den Wahlkampf begeht das BZÖ dann Ende August, für Anfang September hat Hagen "eine Überraschung" angekündigt. Dass Hubert Gorbach dabei eine Rolle spielen wird, dementierte Hagen.
Gsiberger: Drei Mandate im Visier
Drei Mandate sind das selbstbewusste Ziel des Kleinparteien-Zusammenschlusses Die Gsiberger. Für den Wahlkampf hat die Liste 4.000 Euro budgetiert, bei einer "Materialschlacht" könne man also nicht mithalten, so Spitzenkandidat Bernhard Amann. Man setze daher vor allem auf Straßenarbeit und das Internet, plane aber auch Flyer und Filmabende.

Nachdem die Mandate der Liste nach Vorzugsstimmen vergeben werden sollen, wird jede Gruppierung für sich auch separat und auf Plakaten werben.
Kiebitz und wir-gemeinsam.at
Weiters um Mandate bewerben sich die Listen Kiebitz und wir-gemeinsam.at, die auf ihren Websites Werbung für ihre Sache machen.

Während die Liste Kiebitz erst am 12. August detaillierte Auskunft über ihre Ziele geben möchte, waren die Vertreter von wir-gemeinsam.at vorerst noch mit dem Sammeln von Unterstützungserklärungen beschäftigt, um landesweit antreten zu können.
Ganz Österreich
Vorarlberg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News