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POLITIK |
13.08.2009 |
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Forderung: Staat soll bei Zinsen eingreifen
In einem offenen Brief an Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) fordert Gsiberger-Spitzenkandidat Bernhard Amann eine amtliche Preisfestsetzung für Zinsen und Kontogebühren. Die Vorarlberger FPÖ fordert einen Bankengipfel zur Senkung der Kreditzinsen.
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-4_small.jpg) Bernhard Amann |
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"Sittenwidriges Ausnützen"
Der Umstand, dass Banken für überzogene Konten Zinsen von zwölf bis 13 Prozent kassieren, sei ein "sittenwidriges Ausnützen der Zwangslage von Konsumenten", schrieb Amann, Spitzenkandidat der Gsiberger für die Landtagswahl, an Finanzminister Pröll.
Dem müsse ein Riegel vorgeschoben werden, vor allem vor dem Hintergrund, dass Banken Milliarden an Steuergeldern erhalten hätten. Zudem hätten die Vorarlberger Kreditinstitute einen nicht zu unterschätzenden Anteil an dem Sachverhalt, "dass die Vorarlberger am ärgsten mit Fremdwährungskrediten verschuldet sind".
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13 Prozent nur über vereinbartem Rahmen
Die Banken verlangen nur dann je nach Vereinbarung sechs bis acht Prozent, maximal 13 Prozent für eine Überziehung, wenn das Konto über den vereinbarten Überziehungsrahmen hinaus strapaziert wird. Wer sein Konto nur innerhalb des vereinbarten Rahmens überzieht, zahlt einen vergleichsweise niedrigen Zinssatz von rund drei Prozent.
Vorarlberger Banken hatten es erst kürzlich bei einer Umfrage von Radio Vorarlberg abgelehnt, die Überziehungszinsen zu reduzieren. Dieser Zinssatz habe nichts mit dem aktuellen Zinsniveau zu tun, vielmehr handle es sich um einen Standardzinssatz. Die Banken müssten sowohl das Risiko übernehmen als auch einen Mehraufwand für die Bearbeitung decken.
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-8_small.jpg) Dieter Egger |
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FPÖ fordert Bankengipfel
Auch die Vorarlberger FPÖ griff am Donnerstag das Thema Zinsen auf und forderte einen Bankengipfel, mit dem Ziel, die Kreditzinsen zu senken.
Es sei völlig inakzeptabel, dass die heimischen Banken den aktuellen Tiefststand der EZB-Leitzinsen nur im Bereich der Habenzinsen an die Kunden weitergeben, im Kreditbereich aber nur minimale Reduktionen vorgenommen würden, so Landeschef Dieter Egger.
Viele Kreditnehmer seien durch die Wirtschaftslage in Schwierigkeiten geraten. Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) habe als Eigentümervertreter der Hypo Vorarlberg alle Banken an einen Tisch zu holen und Klartext zu reden, so die FPÖ.
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vorarlberg.ORF.at; 29.7.09
Obwohl die Zinsen generell im absoluten Rekordtief versinken, bleiben die Überziehungszinsen auch in Zukunft gleich. Die Begründung der Vorarlberger Banken: Dieser Zinssatz habe nichts mit dem aktuellen Zinsniveau zu tun.
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