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DI | 14.02.2012
Wahlplakat (Bild: ORF)
KULTUR
Öffentliche Diskussion über FPÖ-Kampagne
Wahlkampf-Populismus wurde am Freitag zum Thema bei der Pressekonferenz zur Bilanz der Bregenzer Festspiele 2009. Ein deutscher Journalist fragte die Festspielverantwortlichen nach ihrer Haltung zur FPÖ-Kampagne gegen "falsche Toleranz".
Guenter Rhomberg (Bild: udom-creativ)
Günter Rhomberg
Pountney und Rhomberg einstimmig ablehnend
Die Zwischenfrage eines deutschen Journalisten während der Bilanzpräsentation der Festspielsaison 2009 bezog sich auf ein Plakat der FPÖ. Dort wird "Schluss mit falscher Toleranz" sowie die Abschaffung türkischer Dolmetscher propagiert - ausgerechnet auf jenem Weg, den die meisten internationalen Besucher zu den Festspielen nehmen.

Der Journalist wollte wissen, wie das mit den Werten Toleranz, Freiheit und Offenheit zusammenpasse, die von den Festspielverantwortlichen mit "Aida" in den Mittelpunkt gerückt wurden.

Festspielintendant David Pountney fand klare Worte: Er als Ausländer finde diese Plakate eine Schande. Festspielpräsident Günter Rhomberg stimmte Pountney zu: Auch als Inländer sei eine solche Kampagne ausgerechnet im Umfeld einer Zusammenkunft international zusammengesetzter Gesellschaften umso peinlicher.

Man frage sich, was damit bezweckt werden solle. Rhomberg sprach von einer Entzweiung der Bevölkerung. Das Plakat stehe jedoch auf einer öffentlichen Fläche und damit könne nichts gegen die Aufstellung unternommen werden.
Auf MP3 klicken und die Reaktionen hören
Ein Beitrag von ORF-Kulturredakteur Martin Hartmann mit den Reaktionen von Festspielintendant David Pountney und Festspielpräsident Günter Rhomberg.
Dieter Egger (Bild: ORF)
Dieter Egger
FPÖ-Chef Egger reagiert überrascht
Dieter Egger spricht von größter Verwunderung. Es sei keine Schande, sich für heimische Familien einzusetzen. Die plötzliche Aufregung sei daher nicht nachvollziehbar. Die Forderung baue darauf auf, was seit vielen Jahren in Vorarlberg Rechtsbestand sei.
Harald Walser (Bild: ORF)
Harald Walser
Grüne: FPÖ schädigt Vorarlberg
Die Vorarlberger Grünen reagierten umgehend auf diesen Vorfall. Bildungssprecher Harald Walser sagte, das mache deutlich, welchen Schaden die FPÖ inzwischen dem Wirtschafts- und Kulturstandort Vorarlberg zufüge. Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) gefährde durch die Koalition mit der FPÖ das Ansehen Vorarlbergs.
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