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Vahide Aydin |
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POLITIK |
23.09.2009 |
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Aydin zieht als erste Migrantin in Landtag ein
Vahide Aydin von den Grünen zieht als erste türkischstämmige Frau in den Vorarlberger Landtag ein. Aydin hat im Bezirk Dornbirn so viele Vorzugsstimmen erhalten, dass sie statt der Bludenzerin Karin Fritz in den Landtag einzieht.
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Laut vorläufiger Auszählung der Vorzugsstimmen bei den Grünen zieht Aydin in den Landtag ein. |
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"Zeichen gelebter Integration"
Die 40-jährige Sozialarbeiterin Aydin bezeichnet diesen Umstand als Zeichen einer gelebten Integration. Sie wird statt Karin Fritz in den Landtag einziehen.
Als Abgeordnete will Aydin Brückenbauerin sein und den Dialog zwischen Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung führen. Sie glaubt, dass gerade in Integrationsfragen alle Parteien von ihrer Erfahrung profitieren können werden.
Dass Karin Fritz ihretwegen aus dem Landtag ausscheiden muss, bedauere sie, so Aydin. Sie freue sich aber über die Unterstützung der Wähler.
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Das "Vorarlberg heute"-Gespräch mit Vahide Aydin führte Christoph Waibel.
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Aydin kam mit neun Jahren nach Vorarlberg, zunächst ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Nach ihrer Matura arbeitete sie in einer Ausländerberatungsstelle. Seit 2005 ist sie in der Dornbirner Stadtvertretung.
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_small.jpg) Karin Fritz |
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Fritz verlässt Landtag
Die Bludenzer Abgeordnete Karin Fritz wird ihren Sitz im Vorarlberger Landtag verlieren. "Das ist so gut wie sicher", erklärte Grünen-Chef Johannes Rauch.
Karin Fritz gratulierte Aydin in einer Aussendung. Nach dem mit fremdenfeindlichen Ressentiments geführten Wahlkampf "werden sich viele - Einheimische und Migranten - freuen, dass hinkünftig mit Vahide Aydin eine Frau mit türkischen Wurzeln im Vorarlberger Landtag tätig sein wird", so die bisherige Integrationssprecherin.
Für sie persönlich sei der Verlust des Mandates schmerzlich, so Fritz. Sie wird wieder voll als Lehrerin am Bludenzer Gymnasium tätig sein. Fritz war nur eine Periode lang Vorarlberger Landtagsabgeordnete. Ein Hoffnungsschimmer besteht für sie allerdings noch: Sollten die Grünen mit Johannes Rauch in die Landesregierung kommen, könnte sie im Landtag für ihn nachrücken.
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-16_small.jpg) Johannes Rauch |
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Rauch: "Ein wunderbares Zeichen"
Aydin habe im Bezirk Dornbirn viele Vorzugsstimmen erhalten, daher sei auch das Grünen-Ergebnis dort so gut ausgefallen, so Rauch. Einerseits tue es ihm um Karin Fritz und ihre gute Arbeit für den Bezirk Bludenz leid, andererseits sei es "ein wunderbares Zeichen, dass Vahide in den Landtag kommt".
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Mit Vorzugsstimmen von vier auf zwei
Die Grünen errangen am Wahlsonntag drei Grundmandate in den Bezirken Bregenz, Dornbirn und Feldkirch, nicht aber in Bludenz. Zusätzlich fällt ihnen ein Restmandat zu.
Vahide Aydin hat im Bezirk Dornbirn laut vorläufiger Auszählung der Vorzugsstimmen bei den Grünen so viele Vorzugsstimmen erobert, dass sie vom vierten auf den zweiten Platz der Bezirksliste vorrückt. Weil der Liste-Erste - Johannes Rauch - das Grundmandat im Bezirk Feldkirch annimmt, rückt Aydin auf und bekommt das Dornbirner Grundmandat der Grünen. Aydin überholte mit den Vorzugsstimmen den vor ihr gereihten Lustenauer Bernd Bösch, der nun das Landeslisten-Mandat übernimmt, das für Karin Fritz vorgesehen war. Deshalb geht die Bludenzerin jetzt leer aus.
Die Landeswahlbehörde hat noch keine offiziellen Angaben darüber gemacht, wie viele Vorzugsstimmen die Kandidaten bei der Landtagswahl erreicht haben.
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vorarlberg.ORF.at; 20.9.09
Nach der Landtagswahl wird es im Landtag einige Änderungen geben. Die größte Veränderung ergibt sich für die FPÖ, die vier Mandate mehr erhält. Bei der SPÖ fallen nach der historischen Niederlage drei der sechs Mandate weg.
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