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DI | 14.02.2012
Drucker (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Streit bei Drucker-KV-Verhandlungen
Bei den Kollektivvertragsverhandlungen in den verschiedensten Branchen wird aufgrund der Wirtschaftskrise um jeden Cent gefeilscht. Bei den Druckern laufen die Verhandlungen besonders zäh - nun sind Proteste geplant.
Protestschreiben Drucker (Bild: ORF) Protestmarsch in Götzis geplant
Die Bewohner von Götzis werden ab Mittwoch eine Postwurfsendung in ihrem Briefkasten finden.

Inhalt: Eine Entschuldigung der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), dass es nächste Woche zu Verkehrsbehinderungen in Götzis kommen wird.

Die GPA kündigt einen Protestmarsch zur Druckerei Wieder an. Dort will man gegen die harte Linie des Eigentümers und Chefverhandlers der Arbeitgeberseite Wolfram Wieder protestierern.

Der Regionalgeschäftsführer der GPA, Bernhard Heinzle sagt: "Der Kollektivvertrag wurde vor acht Monaten gekündigt. Seit acht Monaten wurden intensive Verhandlungen geführt. Aller ausverhandelten Endergebnisse wurden nun von der Arbeitgeberseite nicht unterschrieben. Warum, ist uns unverständlich."

Voraussichtlich wird es am 22. Oktober zum Protestmarsch in Götzis, zu dem Gewerkschaftsvertreter aus ganz Österreich anreisen werden.
Stellungnahme Wolfram Wieder (Bild: ORF) Stellungnahme von Wolfram Wieder
Der Fachgruppenobmann der Drucker, Wolfram Wieder gibt dazu folgende Stellungnahme ab:

* Die Protestaktion gegen seine Firma sei ein Erpressungsversuch.

* Die Druckereien würden mit dem Rücken an der Wand stehen, deshalb sei ein angepasster Kollektivvertrag notwendig.

* Die geforderten Kürzungen mache nicht 27 Prozent aus, wie von der Gewerkschaft dargestellt, die Zahl komme durch das Zusammenzählen mehrerer Verhandlungspunkte zustande.

Die Gewerkschaft zeige sich unbeweglich, kritisiert Wieder. In Wirklichkeit würden nur einzelne Punkte, wie beispielsweise ein Zulagenverzicht gefordert.
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