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MI | 11.04.2012
Bild: ORF
BEZAU
Schweizer Pädagoge fordert härtere Strafen
Der Schweizer Gewaltberater Andreas Hartmann-Kern fordert anlässlich einer Podiumsdiskussion zum Thema "Jugend und Gewalt" in Bezau härtere Strafen, wenn bei Straftaten Alkohol im Spiel ist. Er diene den Jugendlichen häufig nur als Ausrede.
Hartmann-Kern (Bild: ORF)
Andreas Hartmann-Kern
Alkohol dürfe kein Strafmilderungsgrund sein
Hartmann-Kern tritt vehement dafür ein, dass Straftaten, die unter Alkoholeinfluss ausgeübt werden, härter bestraft werden. Alkohol diene oft nur als Ausrede, wenn es darum geht, Vandalenakte Jugendlicher zu rechtfertigen. Alkohol dürfe kein Strafmilderungsgrund sein.

Den Alkohol als Auslöser für Vandalismus vorzuschieben, sei eine klassische Strategie von Tätern, so Hartmann-Kern. Viele Jugendliche, die eine Tat vorhätten, würden sich strategisch betrinken, um danach eine Ausrede zu haben.

Oft zeige auch das Umfeld zu viel Verständnis, wenn bei einer Tat Alkohol im Spiel war, so der Gewaltberater. Dann werde der Alkohol und nicht der Täter zum Schuldigen gemacht.

Vorarlbergs Exekutive hat verstärkt mit Vandalismus zu tun. Geeignete Mittel dagegen zu finden sei schwierig, so Sicherheitsdirektor Hans-Peter Ludescher im Samstagsinterview von Radio Vorarlberg am 17. Oktober 2009.
Hagen (Bild: ORF)
Martin Hagen
Anzeigenbereitschaft verdoppelt
In Wien aber auch in Dornbirn sei faktisch kaum ein Zuwachs an Gewalt im öffentlichen Raum erkennbar, sagt Martin Hagen von der Offenen Jugendarbeit Dornbirn. Dagegen habe sich aber die Bereitschaft der Bevölkerung, Taten tatsächlich anzuzeigen, in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.
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