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DI | 14.02.2012
Hund (Bild: DPA/ Ansbach)
GESETZ
Landesveterinär fordert Hundeführerschein
Vorarlbergs Landesveterinär und Tierschutzobmann Erik Schmid kritisiert massiv die Kampfhunde-Verordnung des Landes Vorarlberg. Diese sei inhaltlich vollkommen falsch. Schmid fordert die Einführung eines Hundeführerscheins.
Erik Schmid (Bild: ORF)
Landesveterinär Erik Schmid
Rasse der Hunde in Verordnung entscheidend
Die Kampfhunde-Verordnung beziehe sich nicht auf die Gefährlichkeit der Hunde, sondern auf die Rasse der Hunde, kritisiert Schmid im Radio Vorarlberg-Interview. Die Gemeinden, die die Verordnung zu exekutieren hätten, hätten enorme Schwierigkeiten, da sie fachlich überfordert seien.

So würden in der Verordnung nicht nur gewisse Hunderassen genannt werden, sondern auch Kreuzungen dieser Rassen. Die Gemeinden würden die Verordnung nicht exekutieren, es handle sich um totes Recht, so Schmid.
Ausbildung der Hundehalter gefordert
Es sei nicht ein Hund von der Rasse her gefährlich, sondern es gehe um die Kombination aus Hund und Hundehalter, so Schmid.

Deshalb fordert er die Ausbildung der Hundehalter und regt einen Hundeführerschein an. Darunter versteht er eine umfassende Ausbildung mit Prüfungsabschluss. Als Anreiz könnte man den Teilnehmern ein Jahr die Hundesteuer erlassen. Die Kampfhundeverordnung müsse durch eine Ausbildungsverordnung ersetzt werden, betont Schmid.

Zudem kann sich Schmid vorstellen, dass Hundehalter für etwaige Schäden eine Versicherungspflicht haben sollen.
"Interessen von der Politik"
Auf die Frage, warum das Land nicht auf eine Verordnung verzichtet, die ohnedies totes Recht ist, antwortete Schmid: "Es gibt Interessen von der Politik her, die kann jetzt sagen, wir haben eine Regelung, ob sie funktioniert oder nicht. Es gibt kein Problem, bis der nächste Unfall passiert, aber man hat eine Regelung."
Schmid zum neuen Hundehaltegsetz in Niederösterreich.
"Anlassgesetzgebung übelster Sorte"
Vergangene Woche hat ein Rottweiler in Niederösterreich ein einjähriges Mädchen totgebissen. Als Konsequenz hat der Niederösterreichische Landtag ein neues Hundehaltegesetz beschlossen. Als Vorbild diente auch die Vorarlberger Kampfhunde-Verordnung.

Schmid ist über das neue Gesetz in Niederösterreich empört. Mit der Vorarlberger Verordnung habe man sich ein ganz schlechtes Vorbild genommen. Es handle sich um Anlassgesetzgebung übelster Sorte.
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