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MI | 11.04.2012
Biogasanlage (Bild: ORF)
UMWELT
Salmonellen bei Biogasanlage aufgetreten
Bei einer Routinekontrolle im Auslauf des Sennhofes in Rankweil sind vermehrt Salmonellen festgestellt worden. Untersuchungen ergaben, dass die Keime durch die Gärgülle einer Biogasanlage auf das Feld geraten waren.
Höhe der entstehenden Temperatur
Biogasanlagen erzeugen aus Mist und Gülle Wärme und Strom. Bei Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad vergären die Tierexkremente in einem großen Behälter, dabei entsteht brennbares Biogas.

Die Temperaturen, die bei der Vergärung auftreten, würden nicht ausreichen, um eventuelle Krankheitserreger abzutöten, erklärt Landesveterinär Erik Schmid.
Keime möglicherweise im Hühnermist
Die Biogasanlage in Rankweil bezieht öfters Hühnermist aus der Schweiz, um die Biogasausbeute und die Stromerzeugung zu erhöhen. Es wird vermutet, dass sich darin Salmonellenkeime befunden haben, die sich in der Wärme noch vermehrt haben könnten.
Technische Aufrüstung zur Sicherheit
Die Materialien, mit denen eine Biogasanlage betrieben wird, müssen zwar mengenmäßig aufgezeichnet, aber nicht bakteriologisch untersucht werden. Um zu vermeiden, dass Biogasanlagen zu Salmonellenschleudern werden, brauche es eine technische Aufrüstung, bei der höhere Temperaturen erzielt werden, so Schmid.

Der Betreiber will in der Biogasanlage nun eine Pasteurisierungsanlage für die Gärgülle einbauen.
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