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MI | 11.04.2012
Mondlandung (Bild: NASA)
WISSENSCHAFT
Studie: Zweifel an bemannter Mondlandung
Jeder fünfte Vorarlberger glaubt nicht, dass tatsächlich jemals Menschen auf dem Mond gelandet sind. Das geht aus einer Studie hervor, die von Land und Wissenschaftsministerium finanziert wurde.
354 Personen befragt
Erstellt hat die Studie das Meinungsforschungsinstitut Edwin Berndt im Auftrag des Vorarlberger Astronomen Robert Seeberger. Anlass war der Abschluss des Internationalen Jahrs der Astronomie 2009. Befragt wurden 354 Vorarlberger.
Besonders Jüngere sind misstrauisch.
14 Prozent ohne Standpunkt
Die Frage "Waren nach Ihrer Einschätzung vor 40 Jahren tatsächlich Menschen auf dem Mond?" verneinten in der Umfrage 20 Prozent, weitere 14 Prozent waren ohne Standpunkt. Als Argument nannten die Skeptiker, darunter 53 Prozent der jüngeren Leute, dass die Mondlandung eine Täuschung sein könnte.

Besonders misstrauisch bezüglich einer bemannten Mondlandung sind laut Studie nicht nur jüngere Menschen, sondern auch Absolventen höherer Schulen und Oberschichtsangehörige.
Glauben an Dreh in Hollywood-Studios
Laut Seeberger ist offenbar die Ansicht weit verbreitet, die Mondlandung sei in Hollywood-Studios gefilmt worden. "Die meisten der Jüngeren waren 1969 noch nicht auf der Welt und wissen, was sich heute mit der Technik alles machen lässt", begründete Seeberger die Haltung.

Die Befragten hielten zudem die US-Politik nach diversen Folterskandalen und Kriegen für unglaubwürdig, was der Skepsis Vorschub leiste. "Nach dem Motto: Den Amerikanern ist alles zuzutrauen", wie es in der Studie heißt.
Ihre Einschätzung ist gefragt!
Waren nach Ihrer Einschätzung vor 40 Jahren tatsächlich Menschen auf dem Mond?
57.97 % Ja
34.79 % Nein
7.24 % Weiß nicht
Wer über mehr Einkommen und einen höheren Bildungsstand verfügt, sieht die Weissagungen vermehrt skeptisch.
Horoskope für Frauen bedeutsamer
Doch nicht nur die Mondlandung war Gegenstand der Studie, sondern auch die Sterne. An einen starken Einfluss der Sternen- und Planetenkonstellationen auf ihr Schicksal glaubten 28 Prozent, 67 Prozent sahen dagegen keine Auswirkungen. Horoskope sind laut der Umfrage für Frauen bedeutsamer als für Männer.

Wer über mehr Einkommen und einen höheren Bildungsstand verfügt, sieht die Weissagungen vermehrt skeptisch. Horoskope in den Medien sind für 69 Prozent nicht oder weniger wichtig, 16 Prozent sahen diese als wichtig an.
Ihre Einschätzung ist gefragt!
Glauben Sie an einen starken Einfluss der Sternen- und Planetenkonstellationen auf Ihr Schicksal?
12.55 % Ja
83.03 % Nein
4.43 % Weiß nicht
49 Prozent gaben an, Astronomie interessant zu finden.
Verwechslung mit der Astrologie
Immerhin 57 Prozent der 354 befragten Vorarlberger wussten, worum es in der Astronomie geht. 15 Prozent verwechselten die Sternenwissenschaft allerdings mit der Astrologie.

49 Prozent gaben an, Astronomie interessant zu finden. Das Wissen darüber ist allerdings ausbaufähig: 52 Prozent hielten die Sonne nicht für einen Stern. Dass der Winter jene Jahreszeit ist, in der die Sonne der Erde am nächsten kommt, wussten 15 Prozent.
27 Prozent plädierten für Sternwarte
Auf das Angebot zur Astronomie in Vorarlberg angesprochen, plädierten 27 Prozent spontan für eine öffentliche Sternwarte, 16 Prozent für ein Planetarium. 40 Prozent der Befragten würden so eine Einrichtung mindestens einmal im Jahr besuchen.

In Vorarlberg gebe es derzeit eine von EU, Land Vorarlberg und privat finanzierte mobile Sternwarte auf einem Anhänger, Interessierte könnten diese jederzeit buchen, informierte Seeberger.
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