Vorarlberg ORF.at
wetter.ORF.at
DI | 14.02.2012
OP-Saal (Bild: ORF)
GESUNDHEIT
Patienten klagen seltener wegen Kunstfehlern
Obwohl sich immer mehr Patienten beim Vorarlberger Patientenanwalt über Behandlungsfehler beschweren, gibt es weniger Klagen über Kunstfehler vor Gericht. Im Schnitt landen jährlich acht Fälle vor Gericht.
95 Prozent betreffen Behandlungsfehler
Im vergangenen Jahr haben sich über 300 Menschen beim Patientenanwalt beschwert, 95 Prozent davon über Behandlungsfehler. Damit hat sich die Zahl in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Doch nur selten gehen die Fälle bis vor das Gericht. Beim Krankenhaus Dornbirn gab es in den vergangenen Jahren im Schnitt drei Verfahren pro Jahr. Bei den Landeskrankenhäusern waren es fünf Verfahren.
Außergerichtliche Lösung wird angestrebt
Patientenanwalt Alexander Wolf sieht in der im Verhältnis geringen Zahl der Gerichtsfälle das Vorarlberger Modell verantwortlich. Man setze darauf, dass den Beschwerden außergerichtlich nachgegangen werde. Vergangenes Jahr ging es laut Wolf dabei um eine Gesamtsumme von rund 600.000 Euro.

Wolf warnt vor weiteren Einsparungen im Personalbereich der Krankenhäuser. Schon jetzt seien die Ärzte durch die Personalknappheit am Limit, dadurch würde die Kommunikation zwischen Arzt und Patient leiden.
Wallner: Heuer 20 Stellen mehr
Es sei grundsätzlich positiv, dass immer weniger Behandlungsfehler in den Spitälern vor Gericht landen, sondern meist außergerichtlich gelöst werden können, so Gesundheitslandesrat Markus Wallner (ÖVP). In diesem Zusammenhang habe sich die Patientenanwaltschaft sehr bewährt.

Zur Sorge der Personaleinsparungen an den Spitälern betont Wallner, dass es für das heurige Jahr 20 Stellen mehr gebe.
Ganz Österreich
Vorarlberg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News