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KULTUR |
23.02.2010 |
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Festspiele setzen künftig auf Uraufführungen
Ab 2011 gibt es bei den Bregenzer Festspiele eine Neuerung im Programm. Als Hausopern werden nicht mehr Raritäten, sondern Uraufführungen von Auftragswerken präsentiert. Den Beginn macht die Oper "Achterbahn" von Judith Weir.
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Raritäten oft hochgelobt
Von Kritikern und Publikum oft hochgelobt, wurden für die Oper im Festspielhaus bislang musikalische Raritäten ausgegraben, die oft vergessen waren oder kaum gespielt wurden. In diesem Sommer wird es die "Die Passagierin" des polnischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg sein. Die Oper wurde bislang erst einmal in halbkonzertanter Form auf die Bühne gebracht.
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Der Schritt in Richtung Auftragswerk ist daher für mich eine völlig logische Entwicklung." |
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Pountney: "Logische Entwicklung"
Intendant David Pountney sagte bei einer Pressekonferenz am Dienstag, man habe mit der Oper im Festspielhaus das Publikum über mehrere Jahre hinweg an Werke und Komponisten herangeführt, die es bisher nicht kannte. "Der Schritt in Richtung Auftragswerk ist daher für mich eine völlig logische Entwicklung."
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"Festspiele der Innovation"
Man verstehe sich als "Festspiele der Innovation", so Pountney weiter. Er halte es außerdem für die Pflicht jeder Institution, sich um ihre Zukunft zu kümmern. "Wir wollen die Moderne in Theater und Musik in die Erfahrung des ganz normalen Publikums bringen", so Pountney.
Die Bregenzer Besucher seien durch die Vorarbeit der Festspiele in der Richtung "schon gut erzogen", zeigte sich Pountney zuversichtlich, dass das Publikum den neuen Weg mitgehen wird.
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Die zeitgenössische Schiene "Kunst aus der Zeit" wird von den Neuerungen nicht berührt, sie soll weiter ein Feld für Experimente und Avantgardistisches sein. |
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"Diese Werke werden hier geboren"
Er hoffe auch, die Angst vieler vor neuer Musik brechen zu können: "Alle diese Werke werden hier geboren", so Pountney. Die Region und das Publikum könnten stolz sein, drei neuen Stücken auf die Welt zu helfen.
"Das ist unsere neue Oper", erklärte der Intendant. Die zeitgenössische Schiene "Kunst aus der Zeit" werde davon nicht berührt, sie soll weiter ein Feld für Experimente und Avantgardistisches sein.
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Hausopern für die nächsten drei Jahre fix
Den Anfang macht im Sommer 2011 die Oper "Achterbahn (Miss Fortune)" der Britin Judith Weir - eine Koproduktion mit der Royal Opera Covent Garden in London. 2012 folgt die Oper "Solaris" nach Stanislav Lems berühmten Roman. Komponist ist der Deutsche Detlev Glanert.
Im Jahr darauf wird ein Werk des österreichischen Komponisten und Musikers HK Gruber im Festspielhaus am Bodenseeufer uraufgeführt: "Geschichten aus dem Wienerwald" basiert auf dem Theaterstück von Ödön von Horváth.
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Der Schritt hin zu Novitäten sei "eine gemeinsame Entscheidung, die wirklich der Kunst folgt", so Rhomberg. |
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"Entscheidung folgt der Kunst"
"Wir trauen uns das", so Festspielpräsident Günter Rhomberg zu der Neuausrichtung. Er betonte, dass die Festspiele wüssten, wie die kommenden drei Jahre auch wirtschaftlich bestanden werden könnten. Der Schritt hin zu Novitäten sei "eine gemeinsame Entscheidung, die wirklich der Kunst folgt".
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Seebühne: Weiter bekannte Opernwerke
Beim Herzstück der Festspiele, den Aufführungen auf der Seebühne, bleibt es bei spektakulären Inszenierungen bekannter Opernwerke.
Die diesjährigen Bregenzer Festspiele beginnen am 21. Juli mit der "Passagierin". Am Tag darauf (22.7.) feiert die Wiederaufnahme von Verdis "Aida" in der Inszenierung aus dem Vorjahr auf der Seebühne Premiere.
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