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MI | 11.04.2012
Frauen und Männer als Symbol auf einer Waage
WIRTSCHAFT
Einkommensschere in Vorarlberg am größten
Vorarlbergs Frauen werden von der Wirtschaftskrise hart getroffen. Bei der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen ist Vorarlberg im Bundesländervergleich Schlusslicht. Nur gut die Häfte der Erwerbstätigen arbeitet Vollzeit.
Ein Drittel weniger Gehalt
Laut einer aktuellen Studie des von der Arbeiterkammer Oberösterreich veröffentlichen Frauenmonitors verdienen Vorarlbergerinnen um 33 Prozent weniger als Männer. Grundlage war eine ganzjährige Vollzeitbeschäftigung bei einem mittleren Einkommen. Auch Arbeitslosengeld und Notstandshilfe liegen bei Frauen deutlich niedriger als bei Männern. Laut Arbeiterkammer führt eine Arbeitslosigkeit damit unmittelbar in die Armutsfalle.
55% der Erwerbstätigen arbeiten Vollzeit
Bezüglich der Vollzeit-Arbeitsplätze für Frauen ist Vorarlberg im Bundesländervergleich an drittletzter Stelle. Nur 55 Prozent der unselbständig erwerbstätigen Vorarlbergerinnen haben einen Vollzeitjob. In Tirol und Oberösterreich sind es noch weniger.
Problem: "Frauen-an-den-Herd"-Mentalität
Der Direktor der Arbeiterkammer Oberösterreich, Josef Peischer, sowie Präsident Johann Kalliauer befürchten im Vorwort zum Frauenmonitor übrigens eine Schlechterstellung der Frauen auch durch eine Renaissance der "Frauen-an-den-Herd"-Mentalität.

Österreich schneide bei internationalen Vergleichen diesbezüglich oft ganz schlecht ab. Eine EU-Studie würde aber belegen, dass sich Gleichberechtigung auch produktivitätssteigernd auswirke.
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