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MI | 11.04.2012
Wirtschaftskammer Logo (Bild: ORF)
WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL
"Vorarlberger Wirtschaft" weiter dominant
Die "Vorarlberger Wirtschaft", eine Gemeinschaftsliste von ÖVP, SPÖ und FPÖ mit Präsident Manfred Rein an der Spitze hat erwartungsgemäß die Wirtschaftskammerwahl gewonnen. Auf Platz zwei kommen die Grünen.
782 Mandate wurden vergeben
Insgesamt wurden in 94 Fachruppen- und Vertretungen 782 Mandate vergeben. 16,6 Prozent der Wahlberechtigten sind zur Urne gegangen, das sind um fünf Prozent weniger als bei der letzten Wahl.
Das Ergebnis im Detail
Die "Vorarlberger Wirtschaft" kommt auf 88,23 Prozent der Stimmen, das sind 690 Mandate. (2005: 95,5 Prozent)

Die "Grüne Wirtschaft" konnte mit ingesamt 7,54 Prozent der Stimmen deutlich zulegen. Sie erhält damit 59 Mandate. (2005: 4,5 Prozent)

Der "Sozialdemokratische Wirtschaftsverband" (SWV), der zum erstenmal antrat, kam auf 4,09 Prozent und 32 Mandate.

Ein Mandat (0,13 Prozent) holte das "Unabhängige Wirtschaftsforum der Versicherungsmakler".
Wirtschaftskammerwahl (Bild: ORF)
In 51 Fachgruppen nur eine Liste
Eine echte Wahl zwischen mehreren Listen gab es aber nur in etwa der Hälfte alle Fachgruppen, denn in 51 Fachgruppen trat nur die Vorarlberger Wirtschaft an. In den restlichen 43 haben die Kleinparteien besser abgeschnitten.

Die "Grüne Liste" trat in 30 Fachgruppen- und vertretungen an, der SWV trat in 18 Fachgruppen- und vertretungen.
Ergebnis in den 43 Fachorganisationen
366 Mandate oder 76,55 Prozent entfallen auf die Liste "Vorarlberger Wirtschaft".

59 Mandate oder 15,36 Prozent hat die Liste "Grüne Wirtschaft" erhalten.

32 Mandate oder 7,69 Prozent entfallen auf die Liste "Sozialdemokratischer Wählerverband".

1 Mandat oder 0,39 Prozent hat das "Unabhängige Wirtschaftsforum" erreicht.

Die Wahlbeteiligung in diesen Fachgruppen lag bei 16,58 Prozent. 2005 lag die Wahlbeteiligung bei 21,7 Prozent bei Wahlen in 25 Fachgruppen).
Mandatsverteilung im Wirtschaftsparlament
Im künftigen Wirtschaftsparlament ist die Liste "Vorarlberger Wirtschaft" mit 56 Mandaten vertreten, die Liste "Grüne Wirtschaft" hat zwei Mandate.
Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein wertete das Ergebnis als "erfreulich".
"Wahlbeteiligung ist verbesserungswürdig"
Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein (Wirtschaftsbund) wertete das Ergebnis als "erfreulich". Er verhehlte nicht, dass er die bis 2000 in Vorarlberg praktizierte "Friedenswahl" mit einer Einheitsliste für ein gutes Modell halte, "wir sind aber auch offen für Wahlen".

Die Wahlbeteiligung sei verbesserungswürdig, daran werde man die nächsten fünf Jahre arbeiten. "Die erste politische Wahl war 2005. Ich glaube, dass es für viele Mitglieder noch ungewohnt ist, dass gewählt werden muss", nannte Rein seine Begründung für das geringe Interesse der Mitglieder, an der Wahl teilzunehmen.
"Das Ergebnis ist hervorragend, wir haben die Anzahl der Mandate um 50 Prozent gesteigert", so Bösch.
Grüne und SWV mit Abschneiden zufrieden
Bernd Bösch ("Grüne Wirtschaft") und Josef Stampach (SWV) zeigten sich mit dem Abschneiden ihrer Listen ebenfalls zufrieden. "Das Ergebnis ist hervorragend, wir haben die Anzahl der Mandate um 50 Prozent gesteigert", so Bösch. Die "Grüne Wirtschaft" sei seit dem ersten Antreten 2005 bereits sehr gut in der Kammer verankert.

Stampach beurteilte das Wahl-Ergebnis für den SWV als gut. "Es ist anstrengend, wenn man das erste Mal mitmacht", erklärte Stampach. In fünf Jahren wolle man noch erfolgreicher sein.
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