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WIRTSCHAFT |
16.03.2010 |
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Raiffeisen-Gruppe mit Geschäftsjahr zufrieden
Die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg ist mit dem Geschäftsjahr 2009 zufrieden. Zwar ging das Betriebsergebnis um 12 Prozent auf 98 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg aber um über 70 Prozent.
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2008: 44 Mio. Rückstellungen
Im Jahr 2008 musste die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg noch 44 Mio. Euro für die Vorsorge für Wertberichtigungen auf Wertpapiere zurückstellen. 2009 musste die Bank dagegen keine Vorsorge treffen - deshalb hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um über 70 Prozent verbessert.
Bezüglich der Risikokostenentwicklung könne "gänzlich Entwarnung" gegeben werden, so Raiffeisen-Chef Wilfried Hopfner. Generell sehe man in 2009 "ein sehr gutes Ergebnis" in dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Für 2010 sei zu erwarten, "dass wir bei Betriebsergebnis und Ergebnis nach Risiko noch ein bisschen zulegen können"..
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Scharfe Kritik an Investmentbanken. |
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"Die Ackermanns dieser Welt"
Thema der Bilanzpressekonferenz war auch die Wirtschaftskrise und ihre Ursachen. Dabei übte Raiffeisen-Chef Wilfried Hopfner scharfe Kritik an den Praktiken internationaler Investmentbanken.
Die Gier der Banker habe es nicht in Regionalbanken wie Raiffeisen Vorarlberg gegeben, sondern in den internationalen Investmentbanken wie etwa der Deutschen Bank, so Hopfner.
An Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann lässt Hopfner kein gutes Haar: "Die Ackermanns dieser Welt" hätten angefangen zu predigen, dass Renditen unter 25 Prozent ein Schwachsinn seien", so Hopfner. Das müsse man sich mal vorstellen, so der Bankchef.
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Hopfner: Nicht mehr auf exlosionsartige Entwicklung setzen. |
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Hopfner: Mehr Eigenmittel für Häuslebau
Der Raiffeisen-Chef schlägt eine konservativere Vorgangsweise vor: Wer ein Haus baue, solle mehr Eigenmittel einbringen, dasselbe gelte für Investitionen für Geschäftskunden.
Man dürfe auch nicht auf ein zu hohes Wirtschaftswachstum hinarbeiten: "Ich hoffe, dass wir eines gelernt haben: dass wir ein kontinuierliches und organisches Wachstum einer explosionsartigen Entwicklung vorziehen", so Hopfner.
In diesem Sinne habe die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg ihre Eigenmittel um mehr als fünf Prozent erhöht. Die Raiffeisen Landesbank ist von der Ratingagentur Moody's mit dem, so Hopfner, sehr guten Rating A1 bewertet worden.
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RBV-Vorstände: "Vorsichtiger Optimismus" bei den Unternehmen. |
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"Ländle mit blauem Auge davon gekommen"
Vorarlberg sei bei der Krise mit einem "blauen Auge" davongekommen, so die Einschätzung der RBV-Vorstände. Die Leitbetriebe hätten die Turbulenzen großteils gut überstanden, was sich auch für die Zulieferer positiv auswirkte. Sorge bereiteten aber noch die hohen Arbeitslosenzahlen.
Aktuell sei dennoch ein "vorsichtiger Optimismus" bei den Unternehmen feststellbar. Die Betriebe gingen nun die 2009 häufig zurückgestellten Investitionen an. "Das Tal liegt hinter uns, aber es gibt nur einen flachen Ausstieg aus der Talsohle", fasste Vorstand Johannes Ortner zusammen.
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vorarlberg.ORF.at; 22.2.10
Das von der Regierung vorgeschlagene System der Bankensteuer wird von den Vorarlberger Geldinstituten kritisiert. Eine Steuer auf die Bilanzsumme, also die Gesamtzahl der Einlagen und vergebenen Kredite, treffe die Falschen, heißt es.
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