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MO | 13.02.2012
Friseur (Bild: dpa/ Weissbrod)
GLEICHBERECHTIGUNG
Preisunterschied beim Friseur "unzulässig"
Dass Frauen beim Friseur mehr zahlen als Männer, ist unzulässig, sagt die Gleichbehandlungskommission im Bundeskanzleramt. Die Friseure müssen also ihre Preise umgestalten. In Vorarlberg sind sie mit der Situation nicht zufrieden.
AK: Unterschiedliche Preise ungesetzlich
Argumente wie jenes, dass Frauen anspruchsvoller und modebewusster seien oder längere oder dichtere Haare hätten, bezeichnet die Kommission als "nicht sachlich begründet und nicht nachvollziehbar".

Für Frauen und Männer unterschiedliche Preise bei vergleichbaren Leistungen zu verlangen, sei schon jetzt ungesetzlich, sagt Karin Hinteregger vom AK-Konsumentenschutz. Preisunterschiede nur am Geschlecht festzumachen, sei unzulässig - es müssten objektive Kriterien zugrundeliegen.
Friseur: Haarschnitte für Frauen aufwändiger
Ein Haarschnitt für Frauen sei deutlich aufwändiger und brauche deshalb länger, sagt hingegen Innungsmeister Günther Plaickner.

Eine andere Preisgestaltung mache wenig Sinn. Eine Preisliste mit allen Möglichkeiten etwa werde unübersichtlich. Nach Zeit abzurechnen, würde seiner Ansicht nach die Kreativität behindern und die Qualität beeinträchtigen.
Was meinen Sie?
Ist es Ihrer Ansicht nach gerechtfertigt, dass Frauen beim Friseur für vergleichbare Leistungen mehr zahlen als Männer?
Ja, das ist gerechtfertigt
Nein, das ist ungerecht
WK-Empfehlungen im Herbst
Die Wirtschaftskammer wird ihren Mitgliedern im Herbst Empfehlungen zur Preisgestaltung geben. Die Friseure entscheiden aber schließlich selbst, wie sie verrechnen.

Sollten sie nicht umstellen, müssen sie laut AK mit Schadenersatzforderungen von Kunden rechnen.
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