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UNWETTER |
30.07.2010 |
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Weiterer Millionen-Schaden befürchtet
Die Schäden nach den erneuten Regenfällen könnten das Ausmaß des Unwetters vom Dienstag noch übersteigen. In Bregenz-Fluh wurden drei Häuser evakuiert, die Bewohner dürfen noch nicht zurück. Auch die beschädigte Pfänderstraße bleibt gesperrt.
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Befestigungsarbeiten zunichte gemacht
Sorgen bereiteten weiter vor allem die vollgesogenen Hänge am Pfänder, da die Rutschungen der vergangenen Tage nach den anhaltenden Regenfällen neuerlich in Bewegung gerieten. Viele Aufräum- und Bestigungsarbeiten der vergangenen Tage wurden zunichte gemacht. Weil die Böden bereits so durchfeuchtet waren, könnten die Schäden noch höher sein als nach dem Unwetter am Dienstag.
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Video: Schwerpunkt aus "Vorarlberg heute"
Hier sehen die "Vorarlberg heute"-Beiträge vom Freitag zum Unwetter und seinen Folgen. Raphaela Stefandl wurde live aus Lochau zugeschaltet.
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-1_small.jpg) Bregenz-Fluh |
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Bregenz-Fluh: Drei Häuser evakuiert
Nach einem Murenabgang in Bregenz-Fluh mussten zwei Häuser evakuiert werden. Der Erdrutsch, der auch Bäume mitriss, kam kurz vor einem der Gebäude zum Stillstand.
Ein weiteres Haus im Wirtatobel (ebenfalls Fluh) wurde unterspült, auch seine Bewohner mussten vorerst ausziehen. Der Landesgeologe nehme die Situation in Augenschein, dann werde entschieden, ob und wann die Bewohner zurück könnten, so Schwärzler.
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_big.jpg) Haus in Bregenz-Fluh
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-1_small.jpg) Bregenz, Bereich Rebgärtle |
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61 Liter Regen pro Quadratmeter
Allein die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) verzeichnete am Freitag insgesamt rund 90 Einsätze wegen vollgelaufener Keller und von Muren blockierter Straßen, seit Dienstag waren es insgesamt 360 Alarmierungen. Viele weitere Einsätze liefen allerdings direkt über die Feuerwehren.
Allgemein konzentrierten sich die Einsätze am Dienstag vor allem auf die Gemeinden Lochau, Hörbranz und Bregenz-Fluh (alle Bezirk Bregenz). Aber auch in den Bezirken Dornbirn und Feldkirch hat es rund zehn Feuerwehreinsätze wegen überfluteter Keller und Tiefgaragen gegeben.
Laut Angaben der ZAMG fielen von Donnerstagabend bis Freitag früh im Bregenzer Gebiet rund 45 Liter Regen pro Quadratmeter, an einer Stelle in Bregenz wurden sogar 61 Liter pro Quadratmeter gemessen.
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_small.jpg) Pfänderstraße |
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Pfänderstraße bleibt am Wochenende gesperrt
Mehrere Straßenverbindungen mussten am Freitag gesperrt werden, sie wurden teils schwer beschädigt. Die Pfänderstraße wurde gleich mehrfach verlegt, sie bleibt über das Wochenende gesperrt, so Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (ÖVP) nach einer Lagebesprechung am Freitagnachmittag. "Es sind aber alle Häuser erreichbar", erklärte er - und zwar über Lochau oder Eichenberg.
Die Bahnlinie zwischen Bregenz und dem bayrischen Lindau war ab 2.15 Uhr unterbrochen, seit 6.30 Uhr ist die Strecke laut ÖBB-Angaben wieder in Normalbetrieb.
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-3_small.jpg) Lochau am Freitagmorgen |
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Lochau wieder am stärksten betroffen
In Lochau, der am stärksten betroffenen Gemeinde, traten die Bäche im Dorf über die Ufer, Wasser lief in private Keller und Tiefgaragen im Ortszentrum. In der Volks- und Hauptschule der Gemeinde stand das Wasser laut Feuerwehrangaben zeitweise bis zu einem Meter hoch.
Auch die Mehrzweckhalle, das Heizwerk und das Gebäude des Strandbads wurden beschädigt. "Die letzte Nacht war von den Niederschlägen her eine Katastrophe", so Lochaus Bürgermeister Xaver Sinz. Wie groß der Schaden ausfiel, war vorerst noch offen.
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-1_small.jpg) Lochau |
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Gemeinsame Aufräumaktion
Wer sich aktiv an den Aufräumarbeiten beteiligen will, kann sich Samstag früh, 8.00 Uhr, vor dem Gemeindeamt Lochau einfinden. "Am besten man bringt gutes Schuhwerk mit und eigenes Werkzeug", so Bürgermeister Sinz. Nach einer Einteilung in Gruppen könnten sich die Freiwilligen an der Räumung von Feldern und Instandsetzung von Wegen beteiligen.
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_small.jpg) "Neue Schanze" Lochau |
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Hang bei "Neuer Schanze" blieb stabil
Der Hang oberhalb der Wohnanlage "Neue Schanze", die am Dienstag von einem Rutsch bedroht worden war, ist laut Schwärzler dagegen stabil geblieben. "Die gute Nachricht: Der Hang hat sich null Millimeter bewegt", sagte er. Es wurde ein Vemessungssystem eingerichtet, das eventuelle Veränderungen meldet. Für Landesgeologe Walter Bauer ist der Hang aber weiterhin kritisch zu bewerten.
Es sei wieder Wasser in Wohnungen eingedrungen, so Schwärzler - in einer Wohnung stand das Wasser sogar einen Meter hoch. Die Arbeiten, um den Hang zu entwässern, würden fortgesetzt. Zudem soll der Hang auch in der kommenden Nacht beobachtet werden.
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Video: Die fleißigen Feuerwehrleute
Seit Dienstag waren insgesamt rund 1.000 Helfer im Einsatz. Manche haben in diesen Tagen nur zehn Stunden geschlafen. "Vorarlberg heute"-Redakteurin Magda Rädler hat mit ihnen gesprochen.
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