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DI | 14.02.2012
Hund und Katze (Bild: Fotolia/Tijara Images)
SOZIALES
Große Nachfrage nach gratis Tierfutter
Seit 2009 erhalten sozial bedürftige Menschen im Rahmen der Aktion "Tischlein deck dich" auch gratis Futter für ihre Haustiere. Etwa 100 Menschen nutzen dieses Angebot. 2009 wurden fünf Tonnen Katzen- und Hundefutter ausgegeben.
Hauptspender ist Tierfutterproduzent Ospelt
"Für viele Menschen ist ihr Haustier noch der einzige Sinn im Leben", sagt Angelika Gehrer vom Vorarlberger Tierschutzheim. Die Liebe zum eigenen Haustier gehe manchmal sehr weit: "Denn einige Menschen kaufen eher für ihre Tiere etwas zu Essen, anstatt für sich selbst", so Gehrer. Darum gibt es die Tiertafel im Rahmen der Aktion "Tischlein deck dich".

Einziger Spender ist der Tierfutter-Produzent Ospelt, der im Jahr 2009 knapp fünf Tonnen Katzen- und Hundefutter zur Verfügung gestellt hat. Das verschenkte Futter wurde in der Produktion zum Beispiel falsch etikettiert und kann darum nicht mehr verkauft werden – ansonsten ist das Tierfutter aber absolut in Ordnung.
100 Menschen holen Tierfutter bei Tiertafel
Das Tierfutter wird an den "Tischlein deck dich" Abgabestationen in Bludenz, Feldkirch, Götzis, Dornbirn und Bregenz ausgegeben. Initiator Elmar Stüttler bestätigt die große Nachfrage nach den Tierprodukten. Etwa 20 Prozent aller "Tischlein deck dich" Kunden beziehen auch das Tierfutter von dort. Das sind etwa 80 bis 100 Menschen pro Woche. Nur sehr wenige kommen ausschließlich wegen dem Tierfutter zu den Abgabestellen. Die meisten beziehen auch ihre eigenen Lebensmittel vom "Tischlein deck dich" Programm.

Die Voraussetzungen für den Erhalt des Tierfutters sind dieselben wie bei der gewöhnlichen "Tischlein deck dich"-Aktion. Die Bezieher müssen bei der jeweiligen Gemeinde eine Bestätigung holen, dass sie entweder Sozialhilfeempfänger sind oder eine Mindestpension erhalten.
Kritik an Tierfutterprojekt sei unangebracht
Kritik, dass sozial bedürftige Menschen eben keine Haustiere mehr halten sollten, schmettert Angelika Gehrer vom Tierschutzheim Vorarlberg ab. Das Haustier dürfe diesen Menschen nicht genommen werden - einige Menschen haben nichts anderes mehr. Und viele seien schlicht und ergreifend völlig unverschludet in eine Notlage geraten.
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