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MO | 13.02.2012
Landesgericht Feldkirch (Bild: ORF)
JUSTIZ
Mann soll Stieftochter missbraucht haben
Wegen schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger ist am Donnerstag ein 40-Jähriger vor dem Landesgericht Feldkirch gestanden. Er soll über drei Jahre hinweg mehrfach mit seiner minderjährigen Stieftochter Verkehr gehabt haben.
Angeklagter bekannte sich unschuldig
Beim ersten Geschlechtsverkehr soll das Mädchen 13 Jahre alt gewesen sein. Der Angeklagte beteuerte vor Gericht seine Unschuld.

Die Verteidigung bot mehrere Zeugen auf, die die Glaubwürdigkeit des Mädchens erschüttern sollten. Ein Neffe des Angeklagten sagte, dass das Mädchen einmal behauptet habe, von ihm im Schwimmbad unsittlich berührt worden zu sein. Später habe das Mädchen die Behauptung zurückgezogen.
Mutter stellte sich hinter Ehemann
Die Mutter des Mädchens und die Ehefrau des Angeklagten sagte, ihre Tochter wolle offenbar ihren Stiefvater ins Gefängnis bringen, um tun und lassen zu können, was sie wolle. So habe es in der Familie etwa immer wieder Diskussionen gegeben, wenn das Mädchen in die Disko gehen wollte.

Die Mutter sagte aus, dass sie sich nicht vorstellen kann, dass ihr Mann mit ihrer Tochter Geschlechtsverkehr gehabt haben soll.
Prozess wurde vertagt
Ein weiterer Zeuge, ein junger Mann, sagte aus, dass das Mädchen mit vielen Männern Geschlechtsverkehr gehabt habe. Auch mit ihm sei es intim geworden.

Richter Peter Mück sagte, dass ein psychologisches Gutachten Indizien dafür enthalte, dass die Missbrauchsvorwürfe des Mädchens zutreffen.

Der Prozess wurde vertagt, um eine weitere Zeugin einzuvernehmen.
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