Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Hirschgeweihe (Bild: Zoom-tirol/Köchler)
CHRONIK
Zehn Anzeigen wegen Wilderei im Jahr 2009
Im Jahr 2009 sind in Vorarlberg zehn Personen wegen Wilderei angezeigt worden. Das sind zwar weniger als noch im Jahr 2008, trotzdem kommt es vor allem im Montafon und im Bregenzerwald immer wieder zu illegalen Jagden.
Wilderer mit dem Auto auf der Jagd
Wilderei findet heutzutage hauptsächlich mit dem Auto statt, erklärt Landeswildbiologe Hubert Schatz. Zuerst werden die Tiere mit den Autoscheinwerfern geblendet und dann erschossen. In Vorarlberg sei die Wilderei aber kein großes Problem. Es seien meist Einzelfälle.
Reiz des Verbotenen sei Hauptmotiv
Hauptmotiv für die meisten Wilderer sei der Reiz des Verbotenen. "Vereinzelt wird aber auch gewildert, um Geld zu verdienen. Das illegal geschossene Fleisch wird dann nach der Jagd an Bekannte verkauft", sagt Schatz. Die Dunkelziffer in diesem Bereich dürfte aber recht hoch sein. Einige Wilderer jagen laut Schatz oft jahrelang, ohne erwischt zu werden.
"V-heute": Beitrag von Jürgen Sebö

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Mit 14 Jahren das erste Mal gewildert
Einer von ihnen war der 73-jährige Roland Fitsch aus St. Gallenkirch. Mit 14 Jahren schoss er seine erste Gams. 1960 wurde er mit 23 Jahren zum ersten Mal wegen Wilderei verurteilt. "Damals haben sie mich mit zwei Gämsen erwischt. Verurteilt wurde ich zu drei Monaten bedingt - 10.000 Schilling musste ich Strafe zahlen", erzählt Fitsch. Das sei es aber wert gewesen.
"Wir haben immer alles mitgenommen"
Dass heute Wilderer nur auf Trophäenjagd gehen und den restlichen Kadaver einfach liegen lassen, versteht er nicht. "Wir haben immer alles mitgenommen", so Fitsch. Außerdem habe das Beseitigen aller Spuren auch Vorteile: "Denn sobald die Jäger einen Kadaver finden, passen sie viel mehr auf", meint Fitsch.
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