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MI | 11.04.2012
Euratom-Volksbegehren (Bild: ORF)
UMWELT
"Raus aus Euratom": Treffen in Dornbirn
Betreiber des Volksbegehrens "Raus aus Euratom" haben sich am Samstag in Dornbirn getroffen, um Werbeaktivitäten zu koordinieren. Das Volksbegehren soll die Bundesregierung zwingen, aus dem Euratom-Vertrag auszusteigen.
"Steuermillionen für Atomindustrie"
Die Betreiber des Volksbegehrens fordern den Ausstieg, weil Österreich es im Rahmen von Euratom versäume, seine Anti-Atom-Politik glaubwürdig zu vertreten.

Stattdessen werde mit Euro-Millionen aus österreichischen Steuergeldern bei der Finanzierung der europäischen Atomindustrie geholfen, sagt Roland Egger, Sprecher der Betreiber des Volksbegehrens. Mit der Zustimmung zur Erhöhung des Euratom-Budgets um das Dreifache forciere Österreich zudem den Aufbau der Atomindustrie.

15 Jahre sei Österreich Mitglied von Euratom - und habe diese Zeit nicht genutzt, um seine Anti-Atom-Politik glaubwürdig zu vertreten.
Ziel: Weit über 100.000 Unterschriften
Egger verweist auf Umfragen, wonach 78 Prozent der Österreicher für einen Ausstieg aus dem Vertrag sind.

100.000 Unterschriften reichen für eine Behandlung des Volksbegehrens im Nationalrat, um wirklich politischen Druck zu entfalten, wären wohl deutlich mehr Unterschriften nötig. Doris Märk, Umweltreferentin der Naturfreunde, kündigt für die nächsten Wochen umfassende Werbeaktivitäten an - so soll dieses Ziel erreicht werden.

Das Volksbegehren kann vom 28. Februar bis zum 7. März unterschrieben werden.

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Video: ORF-Redakteur Jürgen Peschina war bei dem Treffen dabei und hat mit Roland Egger und Doris Märk.
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