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MI | 11.04.2012
Michael Rauch (Bild: ORF)
Michael Rauch
POLITIK
Kinderanwalt gegen Routine-Hausbesuche
Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch ist gegen Routine-Hausbesuche der Jugendwohlfahrt zur Vorbeugung von Gewalt in der Familie. Er wolle keinen Staat, der alle Familien unter Generalverdacht stelle.
Prävention statt Kontrolle
Man müsse sich entscheiden, ob man eine Jugendwohlfahrtsbehörde wolle, die Hilfe zur Erziehung zur Verfügung stelle, oder "quasi eine obrigkeitsstaatliche Eingriffsbehörde", sagte Rauch am Montag bei einer Diskussion der Katholischen Kirche.

Er sei gegen regelmäßige Hausbesuche für jede Familie. Vielmehr gehe es darum, Kindern und Jugendlichen Beziehung und Hilfe anzubieten und in Prävention zu investieren, nicht in Kontrolle.
Psychologe Schwärzler (Bild: ORF)
Philipp Schwärzler
Schwärzler für mehr Hausbesuche
Im "Vorarlberg heute"-Interview hatte sich hingegen der gebürtige Vorarlberger Philipp Schwärzler vom Kinderschutzzentrum Wien für mehr Angebote solcher Hausbesuche ausgesprochen. Sie seien etwa in den Niederlanden üblich und könnten dazu beitragen, Risikofaktoren abzuschätzen.

Auch aus seiner Sicht wird in Sachen Prävention zu wenig getan. Wenn die Polizei bereits im Spiel sei, sei es meist zu spät, die Prävention müsse viel früher ansetzen.
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