Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Schüler (Bild: ORF.at)
BILDUNG
AHS: Gewerkschaft fürchtet Aushungerung
Die Gewerkschaft der AHS-Lehrer schlägt Alarm: Während in die neuen Mittelschulen deutlich mehr Geld geflossen ist, werde die AHS-Unterstufe ausgehungert. So soll die gemeinsame Schule erzwungen werden, vermutet die Gewerkschaft.
40 Prozent der Klassen sind überfüllt
Während an den Mittelschulen viele zusätzliche Mittel für Projekte und Förderungen geflossen seien und die Klassenschüler-Höchstzahl gesenkt wurde, habe es an den Gymnasien kaum Verbesserungen gegeben. 40 Prozent der Klassen hätten mehr als 25 Schüler. Damit werde das Gesetz ignoriert, sagt Robert Lorenz von der AHS-Gewerkschaft.

Eine Förderung von einzelnen Schülern sei kaum möglich, da keine Stunden zur Verfügung stehen, außerdem gebe es kaum Mittel für Teamteaching oder Zusatzförderung, so Lorenz. Auch gebe es nicht genügend Professoren.

Die Gewerkschaft wirft SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied nun vor, die Gymnasien finanziell auszuhungern - um so ihr Ziel einer gemeinsamen Schule zu erreichen.
Stemer bestreitet Überfüllung der Klassen
Auch Schullandesrat Siegmund Stemer (ÖVP) fordert mehr Lehrerstunden. Gerade in den Hauptfächern wäre es wichtig, zwei Lehrer in der Klasse zu haben. Dass die Klassen in Vorarlberg überfüllt seien, bestreitet Stemer allerdings. Vergangenes Jahr sei die durchschnittliche Schülerzahl bei 25,2 gelegen. Kommendes Jahr, so Stemer, werden in den ersten Klassen "nur" 23,8 Schüler sitzen.
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