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MI | 11.04.2012
Kinder und Musik (Bild: Fotolia/Kzenom)
BILDUNG
Ausbildung zum Freizeitpädagogen soll starten
Ab nächstem Herbst sollen an der Pädagogischen Hochschule Feldkirch so genannte Freizeitpädagogen ausgebildet werden. Anlass für dieses neue Berufsbild ist der Ausbau der Ganztagsschule.
Pädagoge soll Freizeit sinnvoll gestalten
Die Bildungsexperten sind sich weitgehend darüber einig, dass die Schule der Zukunft ganztägig sein soll. Der Kernpunkt dieser neuen Schulform ist der verschränkte Unterricht, so sollen sich Lerneinheiten mit Freizeit abwechseln. Vor allem für die Freizeit braucht es geeignetes Personal.

An den Pädagogischen Hochschulen Wien und Niederösterreich starten noch heuer Lehrgänge zum "Freizeitpädagogen". Dessen Aufgabe wird es sein, die Freizeit in der Schule sinnvoll zu gestalten. Auch an der Pädagogischen Hochschule Feldkirch ist eine solche Ausbildung geplant.
"Bedarf an Freizeitpädagogen ist da"
Die Freizeitphasen im Rahmen der Ganztagsschule lassen viel Gestaltungsspielraum. Dazu sollen Beschäftigungen, wie zum Beispiel den Schulgarten betreuen, gemeinsam Musik machen, Basteln, Wandern oder Sporteln gehören. Doch um den Gestaltungsspielraum zu nützen, brauche es pädagogische Kenntnisse, sagt die Vizerektorin der Pädagogischen Hochschule Feldkirch, Ruth Allgäuer. Schließlich arbeiten die Betreuer später allein mit Kindern.

Daher soll im nächsten Herbst die Ausbildung in Feldkirch starten. Wichtig ist Allgäuer die Unterscheidung zwischen Freizeitpädagogen und Lehrern. Hier müsse es eine ganz klare Aufgabenbeschreibung und auch eine ganz klare Verantwortung geben. So seien Lehrpersonen für den Unterricht zuständig und Freizeitpädagogen für die Schülerbetreuung außerhalb des Unterrichts zuständig.

Die Aufgaben müssen laut Allgäuer in der Schule aber gut kombiniert werden, damit hier ein Team für die Schüler optimal arbeiten könne. Der Bedarf an Freizeitpädagogen sei aufgrund des Ausbaus der Ganztagsschulen sicher gegeben, sagt Allgäuer, allerdings gab es bislang erst wenige Anfragen von Interessenten.
Zulassungsvoraussetzungen geplant
Das Studium selbst soll kompakt ablaufen, so seien zwei Semester Vollzeit-Studium denkbar, sagt Allgäuer, zudem seien Zulassungsvoraussetzungen geplant. Die Kosten für den neuen Lehrgang übernimmt der Bund. Der Lehrplan soll bis zum Frühjahr stehen und dem Bildungsministerium vorgelegt werden.
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