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MI | 11.04.2012
Schulkinder lachen (Bild: fotolia.de/Christian Schwier)
BILDUNG
Nachfrage nach Tagesbetreuung explodiert
Mit Schuljahresbeginn startet auch wieder die Diskussion über die Schülerbetreuung außerhalb der Unterrichtszeiten. Laut Verein für Tagesmütter sei die Nachfrage geradezu explodiert.
Bedarf gibt es in jeder Gemeinde
Von insgesamt 160 Volkschulen im Land gibt es an 70 Schülerbetreuung, entweder in der Mittagszeit oder am Nachmittag, manchmal auch beides.

90 Schulen bieten keine Schülerbetreuung an, beispielsweise die Volksschule Dornbirn Leopoldstraße mit 180 Schülern. Die Eltern wollen das offensichtlich nicht. Elternvereinsobmann Arnt Buchwald sagt, Schülerbetreuung sei nie ein großes Thema gewesen.

Der Verein Tagesmütter ist an 20 Volksschulen tätig und betreut rund 800 Kinder. 80 Prozent der Eltern dieser Kinder arbeiten, so Angelika Hagspiel.
Seit sechs Jahren bietet der Verein Schülerbetreuung an, die Nachfrage wurde immer größer und explodiere regelrecht, sagt Geschäftsführerin Angelika Hagspiel und betont: Bedarf gebe es in jeder Gemeinde.
Für mehr Betreuung fehlen Geld und Lehrer
Das gilt auch für kleine Gemeinden wie Dalaas. Direktor Fritz Martin sagt, als man vor zwei Jahren mit der Betreuung begonnen habe, habe es zuerst sieben Anmeldungen gegeben, dann plötzlich zwölf. Die Betreuung hätten sich auch auf das Klima an der Schule ausgewirkt. Die Lehrerin und die Schüler würden einander ausserhalb der gewohnten Rollen und in der Freizeit gegenüber treten, das sei sehr positiv.

Aus finanziellen Gründen sind immer mehr Frauen gezwungen, zu arbeiten. Der Betreuungsbedarf sei keineswegs gedeckt, sagt Tagesbetreuungs-Geschäftsführerin Hagspiel.

Arnt Buchwald vom Elternverein Leopoldstrasse in Dornbirn hegt da seine Zweifel. Er glaube nicht, dass die Stadt sich mehr als ein bis zwei Angebote leisten könne. Dafür fehlten Geld und Lehrer.
Rankweiler Grüne kritisieren Angebotslücken
Die Grünen in Rankweil kritisieren, dass das Betreuungsangebot der Volksschule Markt trotz eines Beschlusses der Gemeindevertretung nur lückenhaft sei. Direktorin Daniela Lampert sagt, es gebe bereits an zwei Tagen eine Kinderbetreuung, an zwei weiteren Tagen habe die Gemeinde den Bedarf nicht erhoben.
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