Vorarlberg ORF.at
MI | 11.04.2012
Quelle: Fotolia/RRF
CHRONIK
Delogierung: Viele "working-poor" betroffen
Vorarlberger Gerichte haben im vergangenen Jahr 780 Zwangsräumungen angedroht, 14 Wohnungen wurden tatsächlich geräumt. Immer mehr Menschen, die Vollzeit arbeiten, sind davon bedroht.
Ausbau der Gemeindewohnungen gefordert
Der häufigste Grund für Zwangsräumungen seien Mietrückstände, sagt Heidi Lorenzi von der Delogierungsprävention. Viele Menschen leiden darunter, dass ihr Einkommen zu niedrig, die Mieten in Vorarlberg, allem auf dem privaten Wohnungsmarkt, aber zu hoch sind.

Fast die Hälfte aller, denen eine Zwangsräumung droht, ist erwerbstätig, und ihre Zahl wächst. Viele geben mehr als 30 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen aus. Oft reicht dann schon eine kaputte Waschmaschine oder neue Schulbücher, dass die Finanzen aus dem Ruder geraten und es für die Miete nicht mehr reicht.

"Zwei Monate nach Schulbeginn haben wir Hochkonjunktur", sagt Lorenzi, die die Delogierungsprävention fürs ganze Land koordiniert. Die Mieten auf dem privaten Markt sind einfach viel zu hoch, konstatiert Lorenzi und fordert einen verstärkten Ausbau des gemeinnützigen Wohnungsbaus.
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