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MI | 11.04.2012
Bodensee-Radweg (Bild: ORF)
CHRONIK
Mobilitätspreis für Radstrecke Bregenz-Hard
Die im Mai 2010 eröffnete Radroute Bregenz-Hard ist am Montag mit dem Mobilitätspreis Vorarlberg des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ausgezeichnet worden. Rund 3.000 Radler nutzen die Strecke täglich.
Kernstück ist 1.470 Meter lang
Die Strecke tritt an die Stelle des schmalen Radstreifens entlang der vielbefahrenen Schweizer Straße (L202). Kernstück des 1.470 Meter langen und fünf Meter breiten Wegs ist eine 192 Meter lange Radbrücke über die Bregenzerach. An sechs Kreuzungen mit von Autos befahrenen Straßen haben die Radler Vorrang.

In der Region Bregenz lag der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege bei 21 Prozent, im kommenden Jahr wird mit einem Anstieg auf 25 Prozent gerechnet.
Radverkehrsanteil soll erhöht werden
Verkehrs-Landesrat Karlheinz Rüdisser (ÖVP) erklärte, man wolle den Radverkehrsanteil in Vorarlberg von derzeit 13 Prozent bis 2020 auf bis zu 20 Prozent erhöhen. Dazu investiere das Land Vorarlberg in den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur über zwei Mio. Euro pro Jahr. "Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Alltags-Radverkehrs", betonte Rüdisser.

Der E-Bike-Feldversuch "Landrad" habe gezeigt, dass es in dem Bereich großes Potenzial gebe. Wer ein E-Bike habe, nutze für über 50 Prozent der zurückgelegten Wege das Rad. Die Pendlerwege müssten kurz und abseits von vielbefahrenen Straßen sein. Auch öffentliche Verkehrsmittel sollen weiter ausgebaut werden.
"Verhaltensänderungen im Verkehr notwendig"
VCÖ-Vertreterin Bettina Urbanek lobte das Projekt als "vorbildhaft für ganz Österreich". Laut Urbanek produziert der Verkehr im Ländle im Jahr rund 650.000 Tonnen CO2, gemäß dem EU-Ziel müsste Vorarlberg diesen Wert bis zum Jahr 2050 auf rund 190.000 Tonnen reduzieren. Um das zu erreichen, seien Änderungen im Verkehrsverhalten bereits bis 2020 wichtig, betonte sie.

Der VCÖ halte eine Erhöhung des Radanteils in Vorarlberg auf 20 Prozent bis 2020 für realistisch. Daneben sollte auch der Anteil von zu Fuß zurückgelegten Wegen und jener der Öffis auf jeweils 20 Prozent gesteigert werden, derzeit liegt der Anteil bei 18 bzw. 13 Prozent.

Für Fußgänger seien die Förderung von Abkürzungen und verkehrsberuhigten Wegen wesentlich. Derzeit werden im Ländle 53 Prozent der Alltagswege per Pkw zurückgelegt.
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