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MI | 11.04.2012
Attila Dincer (Bild: ORF)
Migranten
Aggressivität steigt auf beiden Seiten
Raufereien und Wortgefechte zwischen einheimischen und türkischen Jugendlichen kommen immer häufiger auf. Die Aggressivität steigt auf beiden Seiten. Die Integrationsarbeit werde immer schwieriger, sagt Attila Dincer.
Verhetzende Postings im Internet
Die zunehmend ausländerfeindliche Berichterstattung der Medien, die Flut von verhetzenden Postings im Internet und rassistische Aussagen von Politkern schüren die Spirale der Gewalt, warnt Attila Dincer von der Integrationsstelle inka in Dornbirn.

Wenn selbst Politiker auf höchster Ebene gegen Ausländer wettern, dann legitemiere das auch die Bevölkerung, auf Türken loszugehen, sagt Dincer.
Migranten fühlen sich nicht aufgenommen
Gewalttätige Auseinandersetzungen müssen unter allen Umständen verhindert werden, so Dincer. Die Gewalt unter migrantischen Jugendlichen nimmt zu. Sie fühlen sich von der einheimischen Bevölkerung nicht aufgenommen. Der Frust nehme zu und zwischen den beiden Kulturen "drehen die Jugendlichen durch", sagt Dincer.
Dialog zwischen den Kulturen
Dincer hat sich deshalb für das neue Jahr vorgenommen, sich mit ganzer Kraft der Förderung des Dialoges und der Organisation von gemeinsamen Treffen zu widmen.
Reaktion von Dieter Egger
Der Obmann der Vorarlberger Freiheitlichen, Dieter Egger, wehrt sich dagegen, dass die Politik nicht ausreichend auf Ausländerfeindlichkeit reagiere. Wenn Attila Dincer behaupte, dass Integrationsarbeit immer schwieriger werde, so sei das ein klares Eingeständnis an das eigene Scheitern und mangelnde Integrations-Bereitschaft von Seiten der Migranten, so Egger.
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