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MI | 21.03 | 17:47
16. APRIL 2010 David Bosshart: "Der rasende Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft"

Verrücktheit von heute morgen Normalität
David Bosshart referierte bei den Kleinwalsertaler Dialogen 2010. Seine These: Die Verrücktheit von heute ist die Normalität von morgen. Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel geht rasend schnell voran, doch Scheuklappen nützen nichts. Europa gerät zunehmend, im Vergleich mit China, Indien und den USA, ins Hintertreffen. Die Weltwirtschaftskrise erfordere neue Herangehensweisen an Lösungen. Die Krise sei eine Folge der Fehlentscheidungen der MÄNNER, also sei es auch eine Männerkrise. Deshalb plädiert Bosshart für die Einbeziehung der Frau, die weltweit auf allen Entscheidungsebenen im Vormarsch sei.
Krise befördert romantische Ansätze
Die Krise befördere auch romantische Ansätze bei den Menschen. Man kehre nicht zuletzt in der Lebensmittelproduktion, selbst in Städten, zum "urban farming" zurück. Man halte sich wieder Hühner und pflanze Gemüse, um zu wissen, was man isst.

Nur wer die wichtigsten Trends kennt, kann sich drauf einrichten, sagt Bosshart. Die raschen Veränderungen zwingen uns, zu lernen. Die Verwissenschaftlichung mache die Menschen, weil sie die Schritte oft nicht mehr verstehen, abhängiger von Experten.

Große Gefahren sieht Bosshart auch in der rasch wachsenden Gruppe junger Menschen ohne Ausbildung, die zum Untätigsein genötigt sind.
Literaturhinweis
Billig. Wie die Lust am Discount Wirtschaft und Gesellschaft verändert. Manager magazin Edition

Die Zukunft des Konsums. Wie leben wir morgen? Econ verlag Düseldorf

Kult-Marketing. Die Neuen Götter des Marktes. Econ Verlag Düsseldorf.