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MI | 21.03 | 17:47
FOCUS-Sendung vom 24. Februar 2011 Arnold Mettnitzer: "Klang der Seele"
In der Propstei St. Gerold fand eine Begegnung mit dem Psychotherapeuten Arnold Mettnitzer, dem Klangforscher Manfred Tischitz und dessen Ensemble MonSonA statt.
Das Ohr ist das Tor zur Seele
In der Propstei St. Gerold fand auf Einladung des langjährigen Propstes Pater Nathanael Wirth eine Begegnung mit dem Psychotherapeuten Arnold Mettnitzer, dem Klangforscher Manfred Tischitz und dessen Ensemble MonSonA statt. Mettnitzer und Tischitz nahmen den Buchtitel "Klang der Seele" zum Anlass für eine musikalisch-literarische Reise in die Mitte - zum Herzen - des Menschen.

Arnold Mettnitzer macht deutlich, dass das Ohr "... das zuerst ausgebildete, schon im Mutterleib funktionierende Sinnesorgan ist; es hört schon vor der Geburt. Das Ohr ist aber auch das letzte Sinnesorgan, das stirbt, wenn ein Menschenleben verlischt. Das Ohr ist das Tor zur Seele, wie eine indische Weisheit sagt", hebt Mettnitzer das Ohr als Eingangspforte für Sprache, Töne und Klänge hervor
Einander vertraut machen
Viele Menschen suchen Hilfe und Unterstützung in Psychotherapie, Seelsorge und anderen helfenden Berufen. In dieser Phase beginnt für Arnold Mettnitzer ein Prozess des sich Miteinander-vertraut-Machens: "Der unverwechselbare Klang der Stimme, der Rhythmus der Sprache, das leise und vorsichtige Zögern, die gespielte Sicherheit bis hin zur hinter den Worten lauernden Unsicherheit , all das will erhorcht, erahnt, gespürt und gefunden werden in einem langen, geduldigen Abenteuer zu zweit, dessen Ergebnis am Ende eines solchen Weges nicht vorausgeahnt werden kann."
Ohne Atem keine Stimme
Für Arnold Mettnitzer erfährt bei den Betrachtungen über die Worte der Atem eine besondere Beachtung, weil es ohne Atem keine Stimme gibt und "ohne Stimme auch kein Wort. Alles was wir sagen, setzt den Atem voraus, mit dem wir es tun."

Das Ensemble MonSonA des Klangforschers Manfred Tischitz wird eine CD unter dem Titel "Herzohr" veröffentlichen. Dieser Titel verdeutlicht für Arnold Mettnitzer die Verbindung zwischen Stimme und Herz. Er beruft sich dabei auf den Klangforscher Alexander Lauterwasser, der bestätigt, dass alle vom Gehirn ausgehenden, sogenannten "effektiven" Nervenbahnen den kürzesten Weg hin zu jenen Muskelregionen, die eine bestimmte Bewegung ausführen sollen.

Bei jenen Nerven jedoch, die die Bewegungen der Kehlkopfmuskulatur und damit den Klang der Stimme formen, gibt es einen Strang, der sonderbarerweise zunächst bis zum Herz geht und dann wieder zum Kehlkopf zurückläuft.
Bücher von Arnold Mettnitzer
"Klang der Seele" Sinn suchen, trösten, ermutigen in Psychologie und Seelsorge. Styria Verlag 2009

"Couch & Altar". Erfahrungen aus Psychotherapie und Seelsorge.
Styria Verlag 2008

Musik: Ensemble MonSonA
CD "Herzohr"
Leitung: Manfred Tischitz

"Focus", 24.2.11