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MI | 21.03 | 17:47
Focus-Sendung vom 11. August 2011 Waltraud Jäger: "Abseitsherz"
Waltraud Jäger kehrt mit vierzig Jahren zu ihrer Leidenschaft - dem Tanzen- zurück. Damit erfüllt sie sich ihren innigsten Kinderwunsch: Tanzen!
Waltraud Jaeger (Bild: Leo Jaeger)
Waltraud Jäger
Welt von Gewalt und Missbrauch
Das Tanzen hatte Waltraud Jäger zum Überleben verholfen, obwohl es verboten gewesen war. Mit der späteren Ausbildung zur Tanztherapeutin beginnt ihre Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, ihren Verboten und Abgründen.
Aufgewachsen bei ihren Großeltern, einer meist abwesenden alleinerziehenden Mutter, lebt sie in einer Welt von Gewalt und Missbrauch.

Der Großvater, der sie sexuell missbraucht, fügt ihr jene Schmerzen und Wunden zu, für die sie jahrzehntelang keine Sprache findet. Über viele schmerzhafte Umwege findet sie in die verwüsteten Gebiete der Kindheit und bisher verborgene Bereiche der Seele.
Mut für einen "neuen" Anfang
Dieses Leben zwischen Missbrauch, Internat und Erziehungsheim führt sie mehrfach an den Rand des Suizids. "Verzagen, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung werfen ihre Schatten auf diesem Weg durch die Ödnis, bis das Herz zu tanzen, zu weinen und zu lachen lernt. Wer sich selber aufgemacht hat, seinen inneren Kontinent zu erkunden oder wer andere darin begleitet - das „Abseitsherz" mag den Reisenden Mut und Hoffnung machen", heißt es in der Beschreibung ihres außergewöhnlichen Buches.

Mit dem Tanz und dem damit einhergehenden Aufbruch ihrer in Schweigen gelegten Schmerzen gewinnt sie den Mut, über die initiatische Therapie, sich zu öffnen und einen alles entscheidenden "neuen" Anfang zu setzen.
Literatur
"Abseitsherz. Wie mein Herz tanzen, weinen und lachen lernte"
(Johanna Nordländer Verlag. Rütte)
"Focus",11.8.11